Schlechtes Wetter beim Europaforum: Gusenbauer & Co. dennoch auf Lecher Piste
- Manuel Barroso ist nur beim politischen Teil dabei
- Westbalkan und Kosovo Hauptthemen bei Gipfel

Starker Schneefall und Sturmböen auf den Gipfeln. Die über Österreich fegende Schlechtwetterfront stellte den Sportsgeist der Teilnehmer am Europaforum Lech durchaus auf die Probe. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, der slowenische Ministerpräsident Janez Jansa und der Präsident des Europaparlamentes Hans-Gert Pöttering ließen es sich nicht nehmen, vor laufenden Kameras den Sessellift auf den Schlegelkopf zu erklimmen und Schi zu fahren.
Außenministerin Ursula Plassnik entzog sich den widrigen Wetterverhältnissen und dem Schivormittag. Sie entschloss sich zu einem gemeinsamen Spaziergang mit EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner. Plassnik hatte bereits am Vorabend bei der Begrüßung der Gäste betont, dass das Europaforum Lech in der Vergangenheit bei Schlechtwetter politisch besonders erfolgreich gewesen sei. Die Vorzeichen für außenpolitische Erfolge sind somit auch diesmal günstig.
Barroso nur beim politischen Teil dabei
Für den EU-Kommissionspräsidenten Jose Manuel Barroso stellte sich das Problem, Regen und Wind zu trotzen, erst gar nicht. Barroso, dem nur geringe schifahrerische Ambitionen nachgesagt werden, wird nur am politischen Teil des Forums teilnehmen.
Das großkoalitionäre Foto von der gemeinsamen Liftfahrt von SPÖ-Bundeskanzler und ÖVP-Außenministerin blieb den durchnässten Fotografen jedenfalls versagt. Vielleicht hätten manche Beobachter die Symbolik auf Grund des Koalitionsstreites zwischen ÖVP und SPÖ als unpassend empfunden.
Innenpolitik steht aber auch nicht auf Agenda dieses 11. Europaforums in Lech, das sich in der Arbeitssitzung den aktuellen Themen des gegenwärtigen EU-Vorsitzes, dem Westbalkan und dem Kosovo widmen wollte. Somit blieb es der Spekulation überlassen, Parallelen zwischen der politischen und der meteorologischen Wetterlage zu ziehen. Der Wetterbericht sagt übrigens für Montag eine Wetterbesserung voraus - für die Meteorologie. Die Politprominenz ist dann schon abgereist.
(apa/red)
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