Montag, 3. März 2008

Sturmtief "Emma" verwüstete Teile Österreichs: Aufräumarbeiten angelaufen

  • 4 Menschen starben, Verkehrschaos & Stromausfälle

Das Sturmtief "Emma" zog von Westen nach Osten eine Spur der Verwüstung durch Österreich: Vier Menschen starben, zahlreiche umgestürzte Bäume sorgten für ein Verkehrschaos. Betroffen waren vor allem die Bundesländer Tirol, Salzburg, Ober- und Niederösterreich sowie Wien. Nun sind in allen betroffenen Gebieten die Aufräumarbeiten voll angelaufen.

Besonders schlimm hat das Sturmtief "Emma" in Obertraun (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich gewütet: 15 Häuser wurden abgedeckt, die betroffenen Familien mussten psychologisch betreut werden.

"Emma" schlug in Obertraun nicht lange, dafür ziemlich heftig zu: Zahlreiche Dächer von Einfamilienhäusern wurden teilweise sogar 100 Meter durch die Luft gewirbelt. Die betroffenen Familien konnten die Nacht nicht in ihren Häusern verbringen und mussten bei Freunden und Bekannten unterkommen. Auch das Dach des SOS-Kinderdorfs in Altmünster im selben Bezirk wurde vom Sturm geholt.

Vier Tote durch Sturmtief "Emma"
Zwei deutsche Urlauber verloren in Tirol ihr Leben. Ein Wohnwagen fiel auf dem Campingplatz Seespitz in Walchsee durch den Wind um und kippte auf einen Deutschen und seine Frau. Der Mann starb an seinen Verletzungen. Ein weiterer Unfall ereignete sich in der Nähe von Kitzbühel. Dabei fiel ein entwurzelter Baum auf ein Urlauberauto, wobei ein Deutscher starb.

Das Opfer in Niederösterreich verlor sein Leben ebenfalls im Auto: In St. Pölten stürzte ein Baum auf sein Fahrzeug, eine Frau starb trotz sofortiger Hilfe noch an der Unfallstelle. In Salzburg starb ein Taxi-Insasse im Zuge eines Felssturzes, der ebenfalls durch den Sturm ausgelöst worden war. Bei dem Toten dürfte es sich um einen Briten handeln.

Erhebliche Verkehrsprobleme
"Emma" sorgte in ganz Österreich für Verkehrsprobleme: Im Zugverkehr war unter anderem die Verbindung zwischen Salzburg und Linz an mehreren Stellen gekappt, im Bereich Hochfilzen, Saalfelden war eine Fahrleitung durch umstürzende Bäume gerissen. Weiters hieß es "keine Zugverbindung" auf der Pyhrnstrecke Linz-Selzthal-Graz und auf der Ennstalstrecke Bischofshofen-Selzthal.

Zahlreiche Straßen waren wegen umgestürzter Bäume oder Strommasten nicht passierbar. Nach Meldungen des ÖAMTC waren auch Autobahnen von den Sperren betroffen, so etwa die Westautobahn (A1) in Oberösterreich und Salzburg, die Pyhrnautobahn (A9) ebenfalls in Oberösterreich oder das deutsche Eck über die A93 zwischen Kufstein/Kiefersfelden und Rosenheim in Bayern.

(apa/red)

3.3.2008 19:11