Neue Aufregung im "Fall Hirtzberger":
Vizeortschef wurde aber nicht vergiftet
- Wurde im Juli '07 aus unerklärlichem Grund krank
- 12 bis 15 "brauchbare" Hinweise eingegangen

Neue Aufregung im Fall des vergifteten Spitzer Bürgermeisters Hannes Hirtzberger: Nachdem der Vizeortschef der Gemeinde im Juli 2007 "aus unerklärlichen Gründen" krank wurde, habe man eine Untersuchung angeordnet. Diese gab jetzt Entwarnung: Eine Vergiftung wurde nicht diagnostiziert, gab die NÖ Sicherheitsdirektion bekannt.
Beim Vizebürgermeister von Spitz an der Donau sei es nach der Erkrankung im Juli 2007 in der Folge zu einer ganzkörperlichen Lähmung gekommen. "Er wurde über mehrere Wochen intensivmedizinisch behandelt und ist derzeit am Wege der Besserung", so die Angaben der Polizei. Um einen Zusammenhang mit der Vergiftung auszuschließen, wurde ein Gerichtsmediziner als Sachverständiger hinzugezogen. Als vorläufiges Untersuchungsergebnis wurde beim Lokalpolitiker eine "entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems ohne Hinweise auf eine Vergiftung" diagnostiziert.
Hirtzberger hatte am 9. Februar von einer Praline gegessen, der offenbar Strychnin beigefügt war. Der Bürgermeister von Spitz an der Donau und Rechtsanwalt in Krems hatte diese zusammen mit einer vorgedruckten Grußkarte an der Windschutzscheibe seines Autos gefunden. Der 55-Jährige, auch Vorsitzender des "Arbeitskreises Wachau", dürfte die Praline kurz vor einer Fahrt nach Krems gegessen haben. Wenig später sei ihm im Auto übel geworden, weshalb er im Ortszentrum von Unterloiben vor dem Haus eines Freundes anhielt. Dort fiel er aus seinem Pkw und brach mit Krämpfen vor Passanten zusammen. (apa/red)
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