AUA-Maschine mit Fahrwerksproblemen in Schwechat gelandet: 67 Passagiere wohlauf
- AUA: Flugzeug setzte problemlos in Wien auf
·Bereits im Juli 2000 Bruchlandung in Wien
Deutscher Ferienflieger hatte zu wenig Treibstoff
Wegen scheinbarer Fahrwerksprobleme sind die Passagiere einer aus Nürnberg kommenden AUA-Maschine auf eine Notlandung auf dem Flughafen Schwechat vorbereitet worden. Die Landung sei dann aber völlig problemlos erfolgt, sagte Airline-Sprecherin Livia Dandrea-Böhm. An Bord der Dash 8-400 waren 67 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder.
Vor der Landung in Schwechat habe der Pilot gemeldet, dass die Hauptanzeige für das Fahrwerk nicht korrekt angezeigt habe, sagte Dandrea-Böhm, die alternative Anzeige sei aber korrekt gewesen. Der Pilot habe sich zum Durchstarten entschlossen, eine Warteschleife gezogen und mit der Technik Kontakt aufgenommen. Unterdessen habe die Hauptanzeige wieder normal angezeigt, die Passagiere seien trotzdem auf eine Notlandung vorbereitet worden. Dazu mussten sie sich in eine nach vorn gebeugte Sitzposition begeben. Die Dash habe dann völlig problemlos aufgesetzt.
Keine Notrutschen
Entgegen ersten Angaben von Rettungskräften seien die Passagiere nicht über Notrutschen ins Freie gelangt, sondern normal ausgestiegen, sagte die AUA-Sprecherin und fügte hinzu: "Die Dash 8 verfügt überhaupt nicht über Notrutschen." Die Fluggäste wurden mit Bussen in das Flughafen-Gebäude gebracht und dort betreut. Ihres Wissens sei während der Vorbereitungen zur Notlandung keine Panik ausgebrochen, sagte Dandrea-Böhm.
Das Flugzeug mit der Registrierung OE-LGE werde einer technischen Überprüfung unterzogen.
Die Rettungskräfte waren nach Angaben des stellvertretenden Landesrettungskommandanten Josef Schmoll alarmiert worden. Daraufhin seien fünf sogenannten Notarzt-Einheiten, davon zwei Hubschrauber, und 16 Rettungswagen losgeschickt worden. In den Bezirken Bruck an der Leitha, Wien-Umgebung und Mödling habe es Aufstellungsalarm gegeben. Aufgehoben wurde der Alarm laut Schmoll, nachdem sicher war, dass Maschine sicher gelandet war. Auch die Feuerwehr konnte wieder einrücken.
(APA/red)
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