Reisebus und Lkw in Schwechat kollidiert: Hauptsächlich Rumänen unter 20 Verletzten
- Rumänisches Fahrzeug über Leitschienen katapultiert
- Alle Opfer in Spitäler in NÖ und Wien eingeliefert

·BILDER: Die Fotos der schweren Kollision
Dramatische Szenen auf der Wiener Ostautobahn
Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Autobus und einem Lkw sind am in Schwechat (Bezirk Wien-Umgebung) 20 Personen verletzt worden, fünf davon schwer. Neun Menschen wurden aus den Spitälern entlassen, berichtete die NÖ Sicherheitsdirektion. Ein rumänisches Reisefahrzeug mit Anhänger war auf der Wiener Außenringschnellstraße (S1) über die Leitschienen katapultiert worden, mit einem bulgarischen Transporter kollidiert und umgestürzt.
Bei den Ermittlungen zu dem Unfall wurde von der Polizei mitgeteilt, dass der 32-jährige Buslenker angegeben habe, er sei auf der S1-Rampe zur Richtungsfahrbahn Wien der Ostautobahn (A4) mit 90 bis 100 km/h in eine Kurve eingefahren. "Laut eigenen Angaben hätte er eigentlich auf die A4 in Fahrtrichtung Osten auffahren wollen, hätte jedoch diese Rampe verpasst", berichtete die Exekutive.
Im Zuge dessen sei es vermutlich zu Unaufmerksamkeiten gekommen. Er habe noch versucht, eine Notbremsung durchzuführen, sei jedoch gegen die Betonmittelleitwand links vom Fahrzeug und in weiterer Folge gegen die anschließende Metallmittelleitschiene gefahren. Danach sei der Bus nach links gekippt und habe die beiden Mittelleitschienen durchschlage. Der Bus geriet auf die Gegenfahrbahn und prallte dort gegen einen Sattelschlepper. An der Unfallstelle habe eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h gegolten.
Großeinsatz des Roten Kreuzes
Für die Rettungskräfte des Roten Kreuzes gab es einen Großeinsatz. Unter den Verletzten befand sich auch ein Kleinkind, so der stellvertretende Landesrettungskommandant Josef Schmoll an der Unfallstelle. Bei den Opfern in dem Bus dürfte es sich ausschließlich um Rumänen gehandelt haben. Verletzt wurde nach Angaben der Helfer auch einer der beiden Chauffeure in dem bulgarischen Lkw.
Am Unglücksort standen etwa 70 Kräfte des Roten Kreuzes im Einsatz. Rund 20 Rettungsfahrzeuge, davon fünf Notarztwagen, aus mehreren niederösterreichischen Gemeinden und aus Wien waren ausgerückt, berichtete "144 - Notruf NÖ". Etwa zehn Personen überstanden die Kollision unbeschadet. Sie wurden in die Bezirksstelle Schwechat des Roten Kreuzes gebracht und von einem Kriseninterventionsteam betreut.
Einsatz nach 90 Minuten abgeschlossen
Der Rettungseinsatz am Unglücksort war nach 90 Minuten abgeschlossen, berichtete Schmoll. Die Verletzten wurden in sieben verschiedene Krankenhäuser in Niederösterreich und Wien eingeliefert.
Die Auffahrt von der Richtungsfahrbahn Wien der A4 zur S1 blieb nach dem Unfall vorübergehend unpassierbar wie jene von der S1 zur A4 in Fahrtrichtung Wien. (apa/red)
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