Stockholms City Maut wirtschaftlicher Flop: Kosten sind nicht in den Griff zu bekommen
- Maut ist weltweit eine der teuersten & unrentabelsten
- Frühestens 2011 ist mit einem Turnaround zu rechnen
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Laut der Tageszeitung "Dagens Nyheter" ist die Stockholmer City-Maut ein "wirtschaftliches Fiasko". Die versprochenen Steuereinkünfte seien wegen der explodierten Einführungskosten bisher ausgeblieben, mit dem "Turnaround" frühestens 2011 zu rechnen, so das Blatt. Die Kosten hätten mehr als das Doppelte der vor fünf Jahren geschätzten 800 bis 900 Mio. Kronen (86 bis 97 Mio. Euro) ausgemacht: 193 Mio. Euro während der siebenmonatigen Testphase.
Die "Stausteuer" (Trängselskatt) war anfangs politisch heftig umstrittenen und von der damals sozialdemokratischen Stadtregierung zunächst probeweise in der ersten Jahreshälfte 2006 eingeführt worden. Nach einer anschließenden Volksbefragung, die mit einem klaren "Ja" für die Weiterführung endete, wurde die Maut im Vorjahr endgültig eingeführt.
Enorme Kosten
Nach der ursprünglichen Einschätzung hätte sich das Mautprojekt bereits nach einem Jahr rechnen und die Einnahmen für diverse öffentliche Verkehrsprojekte verwendet werden sollen. Aber auch nach dem Wechsel zu einer bürgerlichen Koalition in der Stadtregierung seien die Kosten nicht in den Griff bekommen worden, so die Zeitung.
Viele Köche
Das Projekt habe deshalb so viel verschlungen, weil "Hunderte Consultants, Dutzende Unternehmen, drei Behörden, zwei Ministerien und eine Stadtverwaltung" an der City Maut herumgebastelt hätten, so die Zeitung. Die Stockholmer City-Maut ist laut "Dagens Nyheter" weltweit eine der teuersten und unwirtschaftlichsten ihrer Art.
Wiener Grüne immer noch für Citymaut
In Wien haben die Rathausgrünen mehrmals ihren Wunsch nach einer Citymaut geäußert. Doch dies wurde von den anderen Parteien entschieden zurückgewiesen.
(APA/red)
