Porsche will gegen London-Maut klagen: Leistungsstarke Wagen sollen mehr zahlen
- Wer viel CO2 produziert, muss dann 25 Pfund ablegen
- Autos mit weniger als 120 g CO2/km fahren gratis

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wird ein Euro gefordert
Der deutsche Fahrzeughersteller Porsche hat Londons Bürgermeister Ken Livingstone mit Klage gedroht, wenn er die geplante Erhöhung der Innenstadt-Maut für hochmotorisierte Autos nicht aufgibt. Die Steigerung der Abgaben für Personenwagen mit hohem CO2- Ausstoß auf 25 Pfund (34 Euro) sei "unfair" und "einfach ungerecht", erklärte Andy Goss, Direktor des britischen Firmenablegers Porsche Cars GB. Derzeit muss für alle Autos gleichermaßen eine Innenstadt-Maut von acht Pfund (10,66 Euro) gezahlt werden.
Sollte Livingstone nicht innerhalb von 14 Tagen auf die Beschwerde von Porsche antworten oder die Maut-Erhöhung zurücknehmen, wolle das Unternehmen vor Gericht gehen, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Die anvisierte Maut von 25 Pfund (33,3 Euro), von der Fahrer von Kleinwagen ausgenommen werden, hat nach Darstellung des britischen Porsche-Chefs lediglich "sehr begrenzte Effekte" auf die CO2-Emissionen. "Sie wäre schlecht für London insgesamt und würde das falsche Signal senden, dass die Stadt nicht ernsthaft daran interessiert ist, sich als der beste Standort für Geschäfte zu etablieren", erklärte Goss.
Die vor kurzem von Livingstone angekündigte erhöhte Maut im gesamten Stadtzentrum der britischen Metropole soll vom 27. Oktober an für alle Fahrzeuge gelten, die mehr als 225 Gramm Kohlendioxid pro Fahrkilometer in die Atmosphäre abgeben. Von jedweder Maut befreit sollen dann Autos sein, die weniger als 120 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Nach derzeitigem Stand fiele laut PA für 17 Prozent aller in London registrierten Personenwagen die hohe Maut an, während zwei Prozent künftig gebührenfrei in der Innenstadt fahren dürften. Der Nutzwert dieser Maßnahme für den Umweltschutz wird von Experten angezweifelt.
(APA/red)
