"Rettungsaktion" für SK Austria Kärntnen: Frenkie Schinkels ist ab sofort neuer Trainer
- Jobrochade: Sportdirektor & Trainer in Personalunion
- Soll Verein vor Abstieg aus Bundesliga bewahren

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Der Retter des SK Austria Kärnten soll Frenkie Schinkels heißen. Der ehemalige Austria-Meistermacher soll den Club, der erst im Vorjahr von Pasching nach Klagenfurt transferiert worden war, vor dem Abstieg aus der T-Mobile Fußball-Bundesliga bewahren. Schinkels übernimmt beim Tabellenletzten mit sofortiger Wirkung das Traineramt von Klaus Schmidt. Das gab Kärnten-Präsident Mario Canori gegenüber der APA - Austria Presse Agentur bekannt.
"Das ist der letzte Rettungsanker, den wir werfen", betonte Canori. Nach dem 0:3 am 23. Februar in Ried fehlen den Kärntnern weiterhin drei Punkte auf das rettende Ufer in Form von Platz neun, den derzeit der FC Wacker Innsbruck einnimmt. Schinkels fungiert damit für den Rest der Saison als Sportdirektor und Trainer in Personalunion. Erst Mitte Jänner war der gebürtige Niederländer nach Klagenfurt gekommen. "In den restlichen elf Spielen werden wir keinen Sportdirektor mehr suchen", begründete Canori.
Freistellung für Schmidt
Mit dem bisherigen Trainer Schmidt, der schon unter Walter Schachner bis Dezember als Co-Trainer tätig gewesen war, will sich Canori demnächst über seine Freistellung einigen. "Persönlich tut es mir um Schmidt leid. Ich habe morgen ein persönliches Gespräch mit ihm, da werden wir die weiteren Schritte abklären", erklärte der Clubchef. "Die Lösung muss aber einvernehmlich sein." Unter Führung von Schmidt haben die Kärntner in vier Spielen drei Punkte eingefahren - Torverhältnis 1:9.
Trendwende?
Mit Schinkels hofft das Tabellenschlusslicht auf eine Trendwende. "Ich habe mich beim Trainer bis jetzt nicht eingemischt. Aber ich habe eine andere Fußball-Philosophie", erklärte Schinkels. "Wir müssen selbstbewusster auftreten, Tore schießen und Spiele gewinnen. Wir können nicht mehr auf Umfaller der anderen warten, sonst ist es zu spät." Es sei noch Licht am Ende des Tunnels. "Allerdings wird es immer weniger, das muss ich zugeben. Die Situation ist sehr gefährlich."
Abstiegskampf
Einigen Spielern hatte Schinkels schon nach dem Spiel in Ried die Rute ins Fenster gestellt. "Der Trainer hat das Vertrauen, das er in die Spieler gesetzt hat, von vielen nicht zurückbekommen. Einige halten vielleicht die Zeitung verkehrt, aber wir sind tief drinnen im Abstiegskampf. Mit einem anderen Trainer werden andere Sitten einziehen", versprach der ehemalige ÖFB-Teamspieler, der zuletzt im Herbst als Trainer des überlegenen Tabellenführers 1. FC Vöcklabruck in der Regionalliga Mitte tätig gewesen war.
Neuer Trainer - Neues Glück?
"Wir hoffen, dass das System Schinkels besser funktioniert als das System Schachner/Schmidt", erklärte Canori. Schachner war im Dezember erst von Schmidt als Cheftrainer abgelöst worden, ehe er im Jänner auch von seinen Funktionen als Sportdirektor freigestellt wurde. Der ehemalige Meistermacher des GAK hatte das Traineramt mit der Übersiedelung des Clubs von Pasching nach Kärnten angenommen.
Schinkels hatte die Wiener Austria 2006 gemeinsam mit Peter Stöger zum Meistertitel geführt, ehe noch im selben Jahr die Entlassung folgte. Seine zusätzlichen Aufgaben in Kärnten übernimmt der 45-Jährige ab sofort.
(apa/red)
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