Nach Oberösterreich-Derby in Linz: Liga- Aufsteiger LASK bleibt trotz Vastic noch dran
- Rieder fürchten in dieser Form Abstiegsgespenst
- Schwacher Ivica Vastic ortet "komisches Spiel"

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Aufsteiger LASK lässt in der Fußball-T-Mobile-Bundesliga auch im Frühjahr nicht locker. Der Aufsteiger aus Linz besiegte im oberösterreichischen Prestigeduell Vizemeister SV Ried 1:0 und liegt nach 24 Runden als Dritter nur drei Zähler hinter Meister und Tabellenführer Red Bull Salzburg. "Das war kein gutes Derby, aber wir haben uns den Sieg verdient", meinte LASK-Coach Karl Daxbacher, der nach dem späten Goldtor von Wendel (88.) ausgelassene Freudentänze aufgeführt hatte.
Das zweite 1:0 daheim gegen die Rieder in dieser Saison bedeutete für den LASK bereits den achten Saison-Heimerfolg, die Schwarz-Weißen sind damit hinter Salzburg das zweitstärkste Heimteam der Liga. Am Freitag kommt es nun in Graz zum Duell der Saison-Überraschungsteams Sturm und LASK.
Rieder Wikinger "noch im Winterschlaf"
Die Derby-Verlierer aus dem Innviertel sind hingegen mittlerweile acht Runden sieglos und liegen als Siebenter im "Niemandsland" der Tabelle. Doch Routinier Oliver Glasner warnt trotz neun Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Austria Kärnten: "Wenn wir so spielen wie vor der Pause, dann rutschen wir noch hinten rein. Da waren wir noch im tiefen Winterschlaf."
Auch Ried-Coach Thomas Weissenböck war von der Leistung seiner Truppe vor dem Wechsel erschüttert. "Das war eine Leistung wie in einem Vorbereitungsspiel. Das war viel zu wenig Laufarbeit", meinte Weissenböck, nachdem Ried trotz der frühen Rote Karte für den LASK-Spieler Jürgen Panis (21./"Kopfstoß" gegen Sebastian Martinez) vor der Pause kein einziges Mal gefährlich war.
Um das Abstiegsgespenst von Ried fernzuhalten, ist eine Niederlage am Samstag daheim gegen Kärnten absolut verboten. "Da müssen wir eine klare Antwort zeigen, dieses Spiel wird sehr wichtig", weiß Weissenböck. Nicht nur der LASK, sondern auch Ried beendete das 27. Oberhaus-Duell der beiden Teams nicht mit elf Mann. Schiedsrichter Fritz Stuchlik schickte die beiden Rieder Martinez (61.) und Tomasz Rzasa (90.) jeweils mit Gelb-Rot unter die Dusche.
Vastic ortet "komisches Spiel"
Für LASK-Star Ivica Vastic war es "ein komisches Spiel". Für den 38-Jährigen hatte es aber bereits vor Anpfiff Grund zur Freude gegeben, denn Vastic wurde als APA-Fußballer des Jahres ausgezeichnet. "Jetzt muss ich mein Regal ein bisschen erweitern", schmunzelte Vastic, der diese Wahl der Oberhaus-Trainer bereits 1995, 1998 und 1999 für sich entschieden hatte.
Gute Nachrichten gibt es für Ried wenigstens bezüglich Einser-Tormann Hans-Peter Berger, der sich am 7. Dezember in Salzburg bei einem Zusammenprall mit Alexander Zickler Elle und Speiche im linken Arm gebrochen hatte. Berger nahm am Montag das Balltraining wieder auf und könnte laut eigener Prognose "Anfang bis Mitte März" wieder in der Bundesliga spielen. Dass er mit entsprechender Fitness seinen Ersatz Thomas Gebauer wieder aus den Kasten verdrängt, daran gibt es für Berger keinen Zweifel. "Ich weiß, welches Standing ich in Ried habe", meinte Berger.
(apa/red)
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