US-Wahlkampf bleibt im Schnee stecken: Winterstürme in Wisconsin Spielverderber
- Kandidaten müssen geplante Auftritte absagen
- PLUS: Barack Obama trifft mit Edwards zusammen
·GRAFIK: Stand der Deligiertenstimmen
Barack Obama bereits vor Konkurrentin Clinton
·Obama & Clinton im Clinch um Delegierte
US-"Superdelegierte" können entscheidend sein
Eis und Schnee behindern den Wahlkampf der Demokratischen Partei im US-Staat Wisconsin, wo eine weitere Entscheidung im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur ansteht. Die beiden Kontrahenten Hillary Clinton und Barack Obama sagten geplante Auftritte ab, weil heftige Schneestürme über die Region im Norden der USA hinweggezogen.
Stattdessen traf Obama in Chapel Hill in North Carolina mit Exsenator John Edwards zusammen, der nach seinem Auszug aus dem Wahlkampf noch nicht erklärt hat, welchen der beiden verbliebenen Bewerber er unterstützen will. Clinton traf bereits Anfang Februar mit Edwards zusammen. Dieser hat sich in seinem Programm auf eine Überwindung von Armut und wirtschaftlicher Ungleichheit konzentriert und damit vor allem Arbeiter angesprochen.
Im Umkreis von Edwards hieß es, dass die Politik Clinton und ihre Bindungen an bestimmte Interessen zwar sehr kritisch betrachtet würden. Bei Obama werde aber neben geringer Erfahrung auch bemängelt, dass sein Plan für eine Gesundheitsreform nicht weitreichend genug sei.
Überraschende Auftritte Clintons
Während Obama bereits seit einigen Tagen auf Wahlkampf in Wisconsin war, traf Clinton erst am Samstag dort ein. Statt drei geplanter Auftritte überraschte sie die Besucher eines Restaurants nahe der Universität Marquette und eine Wohnsiedlung mit einem hohen Bevölkerungsanteil von "Hispanics". Bei diesen Bürgern lateinamerikanischer Herkunft hat Clinton einen deutlichen Sympathievorsprung vor Obama.
Nach jüngsten Umfragen wird in Wisconsin ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Clinton und Obama erwartet. Dort sind bei der Vorwahl am Dienstag 92 Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag im August zu vergeben. 20 weitere werden am gleichen Tag bei Wählerversammlungen auf Hawaii bestimmt. Nach acht Siegen in Folge führt Obama mit 1.280 zu 1.218 Stimmen. Für die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten sind 2.025 Stimmen erforderlich. Beide Bewerber blicken schon auf Texas und Ohio, wo am 4. März wichtige Vorwahlen stattfinden.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Erdbeben in Italien13:28
Österreich spürte BebenÜber 1.000 Menschen meldeten Erdstöße - sogar bis Linz und Wien spürbar
