Abermals Mordalarm in Südtirol: Stark verweste Wasserleiche aus Fluss geborgen
- Leichnam schwamm etwa zehn Tage im Wasser
- Polizei: Identität des Toten nach wie vor ungeklärt
In Südtirol ist erneut ein Leichenfund gemacht worden. Ein Fischer hatte im Stadtgebiet von Bozen einen Mann im Fluss Eisack entdeckt. Nach ersten Informationen der Polizei dürfte der Unbekannte etwa zehn Tage im Wasser gelegen haben. Am Donnerstag war bei Klausen nördlich von Bozen an der Brennerautobahn ein Leichnam ohne Kopf in einem Karton entdeckt worden.
Die bereits stark verweste Leiche wurde an der Eisackuferstraße zwischen Rom- und Palermobrücke angeschwemmt. Der Tote hatte keine Papiere bei sich. Er dürfte zwischen 30 und 50 Jahre alt gewesen sein, trug Jeans, T-Shirt, Pullover und Turnschuhe. Die Ermittler hofften auf weitere Erkenntnisse durch die Obduktion.
DNA-Spuren
Beim Fall des am 21. Februar an der Brennerautobahn bei Klausen in Südtirol gefundenen Unbekannten gibt es eine neue Spur. Am blauen Arbeitsoverall sei DNA entdeckt worden, die nicht unbedingt vom Toten stammen könnte. Die Auswertung dürfte allerdings "ein bis zwei Wochen" dauern, wurden Behördenvertreter zitiert. Laut Ermittler erhärte sich der Verdacht auf einen sexuellen Hintergrund der Tat.
Bei der DNA handle es sich um Urin, wurde der zuständige Staatsanwalt Axel Bisignano in der in Bozen erscheinenden Tageszeitung "Alto Adige" (Sonntagsausgabe) zitiert. Die Spuren befänden sich in Brusthöhe auf dem blauen Arbeitsanzug, die dem Unbekannten offenbar nach dessen Tod erst übergestreift wurde. Bisher habe es keine Hinweise auf Vermisste in Österreich, Deutschland, der Schweiz oder Belgien gegeben.
(apa/red)
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