Serbien geht nun auf Distanz zum Westen:
"USA für Gewalteskalation verantwortlich"
- Mitrovica: Erneut Proteste in der "geteilten Stadt"
- "Pseudostaat Kosovo existiert" wegen Hilfe der USA

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Die serbische Regierung geht nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovos weiter auf Distanz zum Westen. Kosovo-Minister Samardzic machte die USA für die Abspaltung und die nachfolgenden Gewalttaten verantwortlich. Unterdessen protestierten in der ethnisch geteilten Stadt Mitrovica im Kososvo erneut tausende Serben gegen die Unabhängigkeitserklärung der Regierung in Pristina.
Ein Berater von Ministerpräsident Kostunica erklärte, falls die USA an ihrer Position festhalten, "dass der Pseudostaat Kosovo existiert, liegt alle Verantwortung in der Zukunft bei ihr."
Proteste in Mitrovica
Im Norden des Kosovo protestierten in der serbischen Exklave Kosovska Mitrovica mehrere tausend Serben den sechsten Tag in Folge gegen die Unabhängigkeitserklärung. UNO-Polizisten riegelten die Brücke ab, die die serbische und die albanische Hälfte der ethnisch geteilten Stadt verbindet. Die Demonstration verlief friedlich; auch eine Kundgebung in der südlichen Exklave Strpce verlief ohne Zwischenfälle. Auch in europäischen Städten gingen mehrere tausend Serben gegen die Unabhängigkeit des Kosovos auf die Straße.
Die Wiener Polizei verhinderte am 23. Februar auf dem Stephansplatz einen Zusammenstoß zwischen serbischen und kosovo- albanischen Demonstranten. Es hatten sich dort jeweils etwa 50 Teilnehmer zu Kundgebungen eingefunden, bei denen gegen beziehungsweise für die Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien demonstriert wurde. Die Polizei hielt die vorwiegend sehr jungen gegnerischen Demonstranten voneinander fern. Für Sonntag ist eine Großkundgebung von Serben am Wiener Heldenplatz angemeldet.
(apa/red)
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