Kosovo-Entwicklung bereitet Putin 'Sorgen':
Sieht 'internationale Beziehungen' in Gefahr
- Unabhängigkeit als "schrecklicher Präzedenzfall"
- Staatschef fürchtet sezessionistische Kettenreaktion
"Offensiver Umgang" mit nationalpolitischen Ängsten?

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Der russische Präsident Putin sieht in der Unabhängigkeitserklärung des Kosovos einen "schrecklichen Präzedenzfall". Dieser werde "das ganze System der internationalen Beziehungen zerschlagen", sagte er. Die Folgen seien vom Westen nicht durchdacht worden. Ganz klar das hinter diesen Vorwürfen auch nationalpolitisches Kalkül verborgen liegt. Der russische Präsident fürchtet eine globale Kettenreaktion, jener Minderheiten, die einen eigenen Staat fordern. - Dies könnte nicht zuletzt auch Russland vor schwerwiegende Probleme.
Putin warnte, es handele sich bei der Unabhängigkeitserklärung um ein zweischneidiges Schwert, das auch dem Westen ins Gesicht schlagen werde. Moskau unterstützt Serbien und protestiert vehement gegen die Unabhängigkeit des Kosovos.
Diplomaten zurückberufen
Das US-Außenministerium hat kurz zuvor zahlreiche seiner Diplomaten aus Serbien zurückberufen. Der Botschafter bleibt jedoch zusammen mit einigen anderen hochrangigen Diplomaten weiter in Belgrad. Das Außenministerium rief alle US-Bürger dazu auf, die Risiken einer Reise nach Serbien oder eines weiteren Aufenthalts in dem Land genau abzuwägen.
Gewaltsame Übergriffe
Bei gewaltsamen Übergriffen nach einer friedlichen Demonstration von rund 300.000 Menschen gegen die Unabhängigkeit des Kosovos waren am Abend des 21. Februars eine Person ums Leben gekommen und 130 Menschen verletzt worden. Acht Botschaften und 90 ausländische Geschäfte wurden zum Teil schwer verwüstet.
Unterdessen haben auch in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Montenegro mehr als 10.000 Menschen gegen die Unabhängigkeitserklärung des Kosovos protestiert. Die überwiegend serbischstämmigen Demonstranten forderten, die Regierung in Podgorica dürfe den Kosovo nicht als unabhängigen Staat anerkennen.
(apa/red)
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