Foltervorwürfe gegen britische Soldaten:
Anwälte irakischer Opfer fordern Ermittlung
- 20 Iraker sollen im Mai 2004 misshandelt worden sein
- Zeugenaussagen und Videos sollen These belegen

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Britische Soldaten im Irak sollen nach Angaben von Juristen bei einem Gefecht im Mai 2004 bis zu 20 Iraker gefoltert und getötet haben. Zeugenaussagen, Todesbescheinigungen und Videofilme von verstümmelten Leichen stützten diese These, erklärten die Anwälte von fünf Irakern in London. Sie forderten eine öffentliche Untersuchung des Falls. Die britischen Streitkräfte erklärten, bei den vermeintlichen Opfern handle es sich um Aufständische, die nach einem Überfall auf britische Truppen im Kampf getötet worden seien.
Die fünf Kläger wurden laut ihren britischen Anwälten nach diesen Kämpfen von den britischen Streitkräften gefangengenommen. Sie fordern dafür eine Entschädigung. Alle bezeichnen sich als einfache Arbeiter, die nur zufällig zwischen die Fronten geraten seien. Die Kämpfe trugen sich den Angaben zufolge am 14. Mai 2004 nahe der südirakischen Stadt Al Majar Al Kabir zu. Die Anwälte legten ein Dossier der Vorgänge vor, das auf brutale Grausamkeit der britischen Truppen hindeutet.
Demnach wurden den fünf Klägern zwar die Augen verbunden, doch wollen sie eindeutig gehört haben, wie Iraker gefoltert und aus nächster Nähe erschossen wurden. Irakische Ärzte hätten später Folterspuren an den aufgefunden Leichen bestätigt. Es sei nicht schlüssig, dass so viele Opfer nur einen einzigen Kopfschuss aufgewiesen hätten, wenn sie wirklich im Kampf getötet worden wären. Das britische Verteidigungsministerium wies diese Darstellung zurück. Forensische Experten hätten eindeutig bestätigt, dass die Wunden von Kampfhandlungen herrührten. (apa/red)
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