Haidinger bat Haider 2007 um Intervention:
Forderte Hilfe bei Vertrags-Verlängerung
- Bot laut LH BZÖ als Dankeschön Informationen an
- Ex-Kripo-Chef sprach auch bei Helmut Kukacka vor

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Der frühere Kripo-Chef Herwig Haidinger hat Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider gebeten, sich für die Verlängerung seines Vertrags stark zu machen. "Ja, ich war bei Jörg Haider und habe gebeten, sich für mich zu verwenden", sagt Haidinger gegenüber einer österreichischen Tageszeitung. Laut Haider hat das Gespräch am 22. Oktober 2007 stattgefunden. "Er hat angedeutet, dass er dem BZÖ gerne Informationen geben will, wenn wir erfolgreich für ihn intervenieren", behauptet Haider. Haidinger weist das jedoch zurück.
"Wir haben über alles Mögliche gesprochen. Ich habe Informationen von nichts abhängig gemacht", versichert Haidinger. Über die Verlängerung seines Postens habe er auch mehrere weitere Gespräche mit Politikern anderer Parteien geführt - unter anderem mit dem ÖVP-Nationalratsabgeordneten Helmut Kukacka, den er von Oberösterreich kenne. Erst jetzt habe er erfahren, dass der Ex-Verkehrs-Staatssekretär tatsächlich im Innenministerium wegen seines Jobs nachgefragt habe. Das habe er gar nicht gewusst, so Haidinger: "Dafür bedanke ich mich im Nachhinein."
Kukacka bestätigt Gespräche mit Haidinger
ÖVP-Verkehrssprecher Helmut Kukacka bestätigt, mit dem früheren Kripo-Chef Herwig Haidinger über dessen bevorstehende Ablöse gesprochen zu haben. Den Vorwurf des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider, wonach ihm Haidinger im Fall einer erfolgreichen Intervention die Weitergabe von Informationen angedeutet haben soll, will Kukacka im Innenausschuss des Nationalrats zur Sprache bringen. "Wenn sich das bestätigt, dann ist natürlich Haidingers Saubermann-Image weitgehend beim Teufel", sagte Kukacka gegenüber der APA.
Dass Haidinger auch ihm im Fall einer erfolgreichen Intervention Informationen angeboten haben könnte, schloss Kukacka freilich aus. Auch habe Haidinger nicht um eine Intervention zu seinen Gunsten gebeten. Er habe ihm lediglich erzählt, dass ihm der Minister angekündigt habe, seinen Vertrag nicht zu verlängern. "Er hat nicht direkt um Intervention geben, aber es war klar, dass ich mich beim Kabinett erkundige, wie die Sachlage ist. Das habe ich gemacht, damit war der Fall aber auch erledigt", sagt Kukacka.
(apa/red)
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