Nichts geht mehr: Ein riesiger Streik legt die gesamte Wirtschaft in Griechenland lahm
- Lehrer, Journalisten, Fluglotsen & Beamte im Streik
- Österreicher von Fluglotsenstreik kaum betroffen

·Inflationsrate in EU steigt auf 3,2 Prozent
Stärkste Preistreiber sind
Erziehung und Unterricht
·Arbeitslosenquote in Eurozone gesunken
Fast 2 Millionen Europäer weniger ohne Areitsstelle
Ein Land wurde lahmgelegt. Weitreichende Streiks sorgen heute, Mittwoch, in großen Teilen Griechenlands für geschlossene Banken und Schulen. Der öffentliche Verkehr wurde großteils eingestellt. Seit Mitternacht können keine Flugzeuge in Athen starten oder landen und auch viele Fährverbindungen wurden unterbrochen. Chaos blieb aus, da viele Reisenden bereits zuvor informiert wurden.
An dem Streik beteiligen sich außerdem Angestellte staatlich kontrollierter Banken, Staatsbedienstete, Rechtsanwälte und Lehrer sowie Journalisten. Aus diesem Grund gab es am Mittwochmorgen keine Nachrichten im Radio und Fernsehen. Ärzte behandeln Patienten nur in dringenden Fällen.
Die Gewerkschaften protestieren gegen eine geplante Pensionsreform der konservativen Regierung. Zu den umstrittenen Änderungen zählt die Erhöhung der Rentenbeitragszeit um zwei Jahre. Damit könnten die Griechen erst nach 37 Beitragsjahren und frühstens im Alter von 60 Jahren in Pension gehen; bisher müssen sie nur 35 Jahre arbeiten und können schon mit 58 in Pension gehen.
Österreicher kaum betroffen
Der Fluglotsenstreik in Griechenland hat kaum Auswirkungen auf österreichische Urlauber. Zwei Maschinen der AUA mussten sowohl ihren Hinflug nach Athen und Thessaloniki, als auch den Rückflug absagen. Etwas mehr als 200 Passagiere waren davon betroffen. Die AUA wird am Donnerstag zum Ausgleich mit einem größeren Flugzeug starten, aber "alle Passagiere kommen zurück oder nach Griechenland", beruhigte eine AUA-Sprecherin.(apa/red)
