Dienstag, 12. Februar 2008

Anti-Baby-Pille schützt vor Eierstockkrebs:
Lange Einnahme mindert Erkrankungsrisiko

  • 15 % geringeres Risiko nach 5-jähriger Einnahme
  • Mengen an Östrogen im Verhütungsmittel irrelevant

Hormonelle Verhütungsmittel können vor Eierstockkrebs schützen. Darauf wies der deutsche Berufsverband der Frauenärzte unter Berufung auf eine neue britische Studie hin. Demnach verringert sich das Risiko für das sogenannte Ovarialkarzinom umso stärker, je länger die Anti-Baby-Pille eingenommen wird. Dieser Zusammenhang sei zwar schon länger bekannt, sagt Verbandspräsident Christian Albring: "Diese Studie stellt aber die bisher umfangreichste Datenauswertung zu diesem Thema dar und ist daher besonders aussagekräftig."

Die Wissenschaftler hatten 45 Untersuchungen aus 21 Ländern mit insgesamt mehr als 110.000 Teilnehmerinnen ausgewertet. Dabei zeigte sich nach Angaben der Gynäkologen, dass langjährige Einnahme der Anti-Baby-Pille die Erkrankungsgefahr auch nach Absetzen des Verhütungsmittel noch lange senkt: Pro fünf Jahre Pillenanwendung verringere sich das Krebsrisiko um 29 Prozent, wenn das Verhütungsmittel vor weniger als zehn Jahren abgesetzt worden sei.

15 % pro fünf Jahre Verhütung
Liege die letzte Anwendung zwischen zehn bis 19 Jahren zurück, betrage die Risikoverminderung immer noch 19 Prozent pro fünf Jahre. Und selbst wenn zuletzt vor 20 bis 29 Jahren mit der Pille verhütet worden sei, sei die Gefahr für ein Ovarialkarzinom noch immer um 15 Prozent pro fünf Jahre Pilleneinnahme reduziert. Dabei spielt es laut Albring keine Rolle, welche Mengen an Östrogen in den Verhütungsmitteln enthalten sind. (APA/red)

12.2.2008 12:05