Neue Haushaltshilfe via Bluetooth-Handy:
Vom Mobiltelefon zum Universalschlüssel
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Das österreichische Unternehmen Sorex Wireless Solutions hat ein OEM-Modul für seine Technologie zur Steuerung per Bluetooth-Handy vorgestellt. Mit dem Modul kann die Sorex-Technologie durch Drittanbieter einfach ab Werk in eine breite Palette an elektrischen Systemen integriert werden. Denkbar sind beispielsweise Anwendungen in der Haushaltstechnik, in Fahrzeugen, sowie in der Sicherheitstechnik.
Wenn das Bluetooth-Handy dadurch zur Universalsteuerung mutiert, bleibt die zentrale Verwaltung per Sorex-Software einfach. "Jeder, der Excel bedienen kann, kann das auch bei unserer Software", ist Sorex-Gesprächsführer Christian Csank überzeugt. Da entsprechend einfach Rechte von Handys verwaltet werden können, werden die Risiken, die beispielsweise beim Handy-Verlust entstehen, minimiert.
Durch das neue OEM-Modul könnte die Technologie deutlich größere Verbreitung finden. Es dient Anbietern dazu, mit geringem Aufwand die Handy-Steuerung in alle Arten von Systemen zu integrieren, die persönliche Geräteeinstellungen abrufen oder die der Zugangskontrolle dienen. Mögliche Anwendungen umfassen Sorex zufolge das automatische Aktivieren von Licht und Heizung beim Heimkommen ebenso wie das Ent- und Verriegeln von Autotüren oder Schreibtischschubladen, das Schalten von Alarmanlagen sowie die Registrierung in Zeiterfassungssystemen in Unternehmen. "Wir bieten innovativen Herstellern die Möglichkeit, ihren Kunden einen attraktiven Zusatznutzen zu bieten", meint Csank. Die Integration der Technologie in Produkte würde je nach Komplexität einen Personentag bis wenige Personenwochen dauern.
Computer als Steuerzentrale, Sicherheit am wichtigsten
Endkunden dürften daher über kurz oder lang aktivierte Systeme verschiedener Hersteller nutzen. Die Übersicht soll dabei trotzdem gewahrt bleiben. "Als Steuerzentrale genügt ein Computer mit unserer Software", betont Csank. Damit könnten Einstellungen und Nutzerrechte aller vernetzten Systeme geregelt werden. Bei isolierten Systemen wiederum genüge ein Bluetooth-Handy und die Kenntnis eines Master-Passworts, um Änderungen vorzunehmen. Mit der einfachen Verwaltung will Sorex auch die Sicherheit des Steuerungssystems garantieren. "Die Sicherheit ist das Allerwichtigste", betont Csank. Wenn das System wie bei der Firma Würth für die Zugangskontrolle genutzt werde, sei es unerlässlich, umgehend sämtliche Rechte eines Handys sperren zu können, falls das Gerät verloren wird oder ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt. "Das funktioniert praktisch wie beim Verlust einer Kreditkarte - ein Anruf und das Gerät wird aus den Erlaubnislisten gelöscht", erklärt Csank. (pte/red)
