Endgültiges Aus für Nokia-Werk in Bochum: Betriebsrats-Vorschläge "nicht umsetzbar"
- Treffen in Zentrale Espoo mit finnischem Management
- Gespräche über Zukunft der 2.300 Arbeiter geplant

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Das Aus für das deutsche Nokia-Werk in Bochum ist besiegelt. Bei einem Treffen in der Konzernzentrale Espoo lehnte das finnische Management die Vorschläge des Betriebsrates zum Erhalt der letzten deutschen Handy-Produktion als "leider nicht umsetzbar" ab. Zugleich vereinbarten beide Seiten zügige Gespräche über die berufliche Zukunft der 2.300 Festangestellten.
Am 20. Februar wollen die deutsche Nokia- Spitze und der Betriebsrat zu Gesprächen über Job-Alternativen für die Betroffenen zusammenkommen. Nokia erneuerte seine Ablehnung aller Vorschläge zur Fortsetzung der Produktion in Bochum. Damit ist das Aus für die bisherigen 2.300 Arbeitsplätze bei Nokia selbst sowie knapp 2.000 indirekt Betroffene so gut wie endgültig.
Mit Ergebnissen zufrieden
Nokia äußerte sich betont zufrieden über die Gespräche mit Betriebsratsvertretern. Unternehmenssprecherin Arja Suominen sagte der dpa nach der Veröffentlichung der ersten gemeinsamen Erklärung beider Seiten: "Das war sehr gut und sehr konstruktiv. Die Gespräche sind in einer sehr guten Atmosphäre verlaufen." Sie glaube, dass beide Seiten mit den Ergebnissen zufrieden sein könnten.
Sturm der Entrüstung
Nokia hatte am 15. Jänner die Schließung des Bochumer Standortes bekanntgegeben. Die Pläne hatten einen Sturm der Entrüstung und Solidaritätsbekundungen in der Bevölkerung ausgelöst. Auch die Politik bis hin zu Bundeskanzlerin Merkel hatte sich eingeschaltet. Zuletzt forderte das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium Nokia zur Rückzahlung von 41 Mio. Euro Subventionen auf, da der Handyhersteller Arbeitsplatzzusagen nicht eingehalten habe.
Kurz zuvor war das neue Nokia-Werk in Jucu in Rumänien eröffnet worden, das nach Plänen der Nokia-Spitze einen Großteil der Bochumer Produktion übernehmen soll. (apa/red)
