Klima-Experten schlagen Alarm: Schon bald könnten Haie in die Antarktis vordringen
- Wärmeres Wasser ebnet Meeres-Raubtieren den Weg
- Dortige Tierwelt käme damit in extreme Lebensgefahr
·Antarktis: Warmes Klima zu Urzeiten?
Einblick auf Geschichte vor 20 Millionen Jahren
·Antarktis: Gletscher gleiten zum Meer!
Grund: Eismassen durch Abschmelzen leichter
Als Folge der Erderwärmung rechnen Biologen mit dem Vordringen von Haien bis zur Antarktis. Dies würde eine einzigartige, seit Millionen Jahren vor Raubtieren sichere Tierwelt bedrohen, warnten die Experten beim Jahreskongress der Amerikanischen Forschungsvereinigung AAAS in Boston. Die bisher aufgrund der Kälte von der Antarktis fernbleibenden Meeresräuber würden ein gesamtes Unterwasser-Ökosystem gefährden.
"In den antarktischen Gewässern gibt es vor allem wirbellose Tiere mit relativ weichem Körper, die sich langsam fortbewegen", erklärte Professorin Cheryl Wilga von der Rhode-Island-Universität. Solche Tiere habe es ursprünglich auch in anderen Ozeanen gegeben, bevor sich Raubtiere entwickelten, die in der Lage sind, die feste Hülle anderer Lebewesen oder sogar von Schalentieren zu knacken.
Wenn die Erderwärmung so weitergehe wie bisher, könnten Haie noch in diesem Jahrhundert in die jetzt für sie noch zu kalten Seegebiete vorstoßen. "Wenn das eintritt, wird sich das Ökosystem am antarktischen Meeresboden radikal ändern," sagte Wilga voraus.
(apa/red)
