"Winterkönig" Graz zurück in der Realität:
Wacker Innsbruck stoppt junge "Stürmer"
- Kraft: "Wichtiger Sieg, weil wir an Herbst anschlossen"
- Zusammengebrochener Idrizaj aus Klinik entlassen

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Seit 9. Dezember hatte sich Sturm Graz an der Tabellenspitze gesonnt, doch das erste Frühjahrsspiel brachte den Fußball-"Winterkönig" schnell auf den Boden der Realität zurück. "Wir haben uns jetzt zehn Wochen berieseln lassen, wie toll die Mannschaft ist", kritisierte Sturm-Trainer Franco Foda seine Truppe nach dem 0:1 in Innsbruck gegen Nachzügler FC Wacker Innsbruck. Die erste Niederlage seit 20. Oktober (1:4 in Salzburg) bedeutete den Rückfall auf den vierten Tabellenplatz.
Der erste Nuller nach acht Runden ist für Foda hausgemacht. "Wir haben nicht so gespielt, wie wir können, haben das Spiel zu locker genommen, waren zu passiv", sagte der Deutsche, der sichtlich enttäuscht wirkte. Dabei habe er ihm Vorfeld vor den Standardsituationen der Tiroler gewarnt, und prompt war es Thorsten Knabel, der im Finish per Kopf nach einer Ecke den Innsbrucker Siegestreffer erzielte.
Sebastian Prödl, der sich im Sommer mit dem Titel im Gepäck Richtung Werder Bremen verabschieden möchte, brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: "Ich hoffe, dass wir jetzt aufwachen." Keineswegs die Flinte ins Korn wirft nach dieser Niederlage auch Foda. "Es stehen noch zwölf Spiele an, erst am Ende wird abgerechnet", meinte er und versuchte damit seine Schützlinge moralisch aufzurichten.
"Hattenberger war sensationell"
Kollektives Aufatmen gab es hingegen in den Reihen Wackers. "Ein wichtiger Sieg, weil wir an unsere Leistungen vom Herbst anschließen konnten", so Trainer Helmut Kraft, der besonders von seinem Mittelfeld begeistert war. "Was Hattenberger gezeigt hat, war sensationell, er hat defensiv gearbeitet und nach vorne viele Akzente gesetzt", lobte der Trainer, der auch mit dem neuen Schweden Mattias Lindström sehr zufrieden war.
"Er hat sich perfekt in die Mannschaft eingefügt, hat gespielt, als wäre er in Innsbruck auf die Welt gekommen. Die perfekte Ergänzung zu Hattenberger, als wären sie Zwillingsbrüder." Die Tiroler, die jetzt drei Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Austria Kärnten haben, sind seit sieben Runden (4 Siege, 3 Remis) ungeschlagen. Ihre jüngste Niederlage datiert vom 31. Oktober, als es in Linz gegen den LASK ein 0:5-Debakel setzte.
Idrizaj aus Klinik entlassen
Nach dem Spiel atmeten die Innsbrucker ein zweites Mal auf: Österreich-Heimkehrer Besian Idrizaj durfte die Klinik wieder verlassen. Die Liverpool-Leihgabe war in der 63. Minute eingewechselt worden, brach aber bereits zwölf Minuten später ohne Fremdeinwirkung zusammen. "Neurologisch wurde nichts gefunden", sagte Wacker-Arzt Markus Reichkendler, "wir tippen deshalb darauf, dass er Kreislaufprobleme hatte. Genaueres werden wir erst wissen, wenn die Spezialuntersuchungen abgeschlossen sind." (apa/red)
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