Sturms Erfolgslauf von Innsbruck beendet:
Knabels mit Goldköpfchen der Matchwinner
- Wacker-Stürmer Peter Orosz verschießt Elfmeter
- Liverpool-Leihgabe Idrizaj bricht auf Platz zusammen

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Der FC Wacker Innsbruck hat Sturm Graz den Frühjahrsauftakt in der T-Mobile Fußball-Bundesliga vermasselt. Die neuntplatzierten Innsbrucker setzten sich in der 24. Runde vor 7.500 Zuschauern im Tivoli-Stadion in einer schwachen Partie dank eines Kopfballtreffers von Torsten Knabel (84.) knapp mit 1:0 (0:0) durch und sind damit bereits schon seit sieben Runden ungeschlagen. Die Grazer, die auf den vierten Rang zurückfielen, mussten hingegen nach acht Runden ohne Niederlage wieder einmal eine Pleite hinnehmen.
Die Innsbrucker waren von Beginn an engagierter und auch gefährlicher. Ein Kolousek-Freistoß strich knapp über die Latte (15.). Dazu ging ein Mimm-Kopfball nach einer Hölzl-Flanke vom Nacken von Prettenthaler gefährlich aufs Grazer Tor, Sturm-Goalie Gratzei konnte den Ball allerdings über die Latte drehen (19.).
Sieg trotz vergebenem Elfer
In der Folge ließ der Elan der Tiroler etwas nach, Fehlpässe häuften sich in einer schwächeren ersten Hälfte auf beiden Seiten. Die beste Möglichkeit für die Elf von Coach Franco Foda, bei der die Nachwuchshoffnungen Beichler und Jantscher für die verletzten Salmutter und Säumel in die Mannschaft gerückt waren, fand Muratovic vor: Schrott rettete vor dem Sturm-Angreifer aber in höchster Not zur Ecke (30.). Nach dem daraus resultierenden Corner setzte der aufgerückte Prödl einen Kopfball knapp neben das Tor.
Nach dem Seitenwechsel hatten der Grazer Krammer, der Schrott überlief, das 1:0 auf den Beinen, sein Schuss ging aber um Zentimeter über das Lattenkreuz (49.). Mehr vom Spiel hatten aber die Innsbrucker, bei denen Mattias Lindström im defensiven Mittelfeld ein sehr gutes Debüt gab. Nach einem umstrittenen Zweikampf von Kienzl und Orosz im Grazer Strafraum entschied Schiedsrichter Drabek etwas überraschend auf Strafstoß. Die 8.000 Zuschauer im Tivoli hatten bereits den Torschrei auf den Lippen, der gefoulte Orosz scheiterte allerdings mit einem fast aus dem Stand geschossenen Elfmeter an Gratzei (70.).
Schock durch Idrizaj
Fünf Minuten später stand kurzfristig einmal nicht der Fußball im Mittelpunkt. Liverpool-Leihgabe Besian Idrizaj brach etwas mehr als zehn Minuten nach seiner Einwechslung, vermutlich aufgrund einer Kreislaufschwäche, zusammen, war danach allerdings wieder ansprechbar und musste durch Windisch ersetzt werden.
Unbeeindruckt davon drängten die Mannen von Helmut Kraft in der Schlussphase auf den Ausgleich und wurden auch belohnt. Nach einem Kolousek-Eckball sorgte der aufgerückte Knabel, der erst durch den Ausfall von Michael Madl in die Startformation gerückt war, per Kopf mit seinem ersten Saisontreffer für das entscheidende 1:0. Es war der erste Treffer der Innsbrucker gegen die Grazer nach zuletzt vier torlosen Auftritten in den direkten Duellen. Für die Grazer war es die erste Bundesliga-Niederlage seit dem 1:4 bei Red Bull Salzburg am 20. Oktober 2007.
FC Wacker Innsbruck - SK Sturm Graz Endstand 1:0 (0:0)
Innsbruck, Tivoli-Stadion, 7.500, SR Drabek
Tor: 1:0 (84.) Knabel
Wacker Innsbruck: Pavlovic - Mimm, Feldhofer, Knabel, Schrott - Hölzl, Hattenberger, Kolousek, Lindström, Schreter (63. Idrizaj/76. Windisch) - Orosz (81. Aganun)
Sturm Graz: Gratzei - Lamotte, Prödl, Schaschiaschwili, Prettenthaler - Krammer, Kienzl, Beichler (86. Stankovic), Jantscher (68. Suppan) - Haas (80. Peric), Muratovic
(apa/red)
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