Umfrage unter BL-Trainern ist eindeutig:
Der alte Meister wird auch der neue Meister
- Sieben von zehn Coaches tippen auf Mozartstädter
- Aber keine Festlegung im Bundesliga-Abstiegsfight
·BL-Trainerumfrage vor Frühjahrsstart
KLICKEN: Fünf Fragen und fünfzig Antworten
·Rapid startet zuver- sichtlich ins Frühjahr
Vertrag mit Peter Pacult um ein Jahr verlängert
·Ligaspitze liegt eng beisammen wie nie
Statistik spricht für den Winterkönig Sturm Graz
·Gros der Bundesliga setzt auf Rot-Weiß-Rot
Rückgang der Legionäre im Vergleich zu Vorjahren
·UMFRAGE: Welches Team holt den Titel?
Salzburg von Austria
oder Rapid zu stoppen?
Die Trainer der österreichischen Fußball-Bundesliga haben ihren Meisterschaftsfavoriten ausgemacht. Sieben von zehn Übungsleitern tippen auf Titelverteidiger Red Bull Salzburg als alten und neuen österreichischen Meister. Das ergab eine APA-Umfrage, die im Vorfeld des Starts in die Frühjahrsmeisterschaft unter den Cheftrainern der zehn Bundesligaclubs durchgeführt hat.
Dabei gehen die Salzburger nicht einmal als Tabellenführer ins Frühjahr. Punktegleich mit Titelverteidiger Salzburg und Cupsieger Austria Wien liegt überraschend der SK Sturm Graz an der Spitze. Mit dem Titel der Grazer rechnet von den Befragten aber einzig Wacker-Innsbruck-Trainer Helmut Kraft. Selbst Sturm-Erfolgscoach Franco Foda bezeichnete das Salzburger Starensemble ohne zu zögern als den "ganz großen Favoriten".
Sturm als "Meister der Herzen"
Doch selbst wenn die Mozartstädter der logische Titelkandidat Nummer eins sind, der sprichwörtliche "Meister der Herzen" ist Sturm Graz - zumindest für Thomas Weissenböck (Ried) und Heinz Fuchsbichler (Altach). Zwar tippten beide auf Salzburg als Champion. "Es wäre aber schön, wenn Sturm das Rennen machen würde", schränkte Fuchsbichler ein. "Ich würde mir Sturm wünschen, aufgrund der Vereinsphilosophie, auf Eigenbauspieler zu setzen", begründete Weissenböck.
Tatsächlich stehen die Grazer, die im Vorjahr einen Konkurs überwunden haben und einen radikalen Sparkurs fahren, in völligem Kontrast zur Millionentruppe aus Salzburg. Deren Trainer Giovanni Trapattoni, der den Club aller Voraussicht nach mit Saisonende verlassen wird, ließ aber keinen Zweifel daran aufkommen, wer am Ende den Meisterteller stemmen wird: "Red Bull Salzburg".
Wiener Trainer zugeknöpft
Neben Trapattoni, Foda, Fuchsbichler und Weissenböck votierten auch Karl Daxbacher (LASK), Franz Lederer (Mattersburg/"Zumindest der Papierform nach") und Klaus Schmidt (Austria Kärnten) für die Bullen. Als einzige Trainer überhaupt nicht auf einen Favoriten festlegen wollten sich Georg Zellhofer und Peter Pacult. Die Coaches der Wiener Großclubs Austria und Rapid, die sich selbst noch im Titelrennen befinden, gaben sich zugeknöpft.
"Wir wollen um den Titel mitspielen", erklärte Austria-Trainer Zellhofer. "Von der Papierform her müsste Salzburg vorne stehen, aber sie haben auswärts Schwächen gezeigt. Rapid ist mit der Heimstärke gefährlich, Sturm kann vorne wegziehen." Rapid-Coach Pacult hat außerdem den Sensations-Aufsteiger LASK noch nicht abgeschrieben, der ebenfalls nur zwei Punkte zurückliegt. "Alle fünf Clubs, die im Moment vorne stehen, haben Chancen."
Abstiegskampf bis zum Ende
Im Abstiegskampf wollte sich kein Trainer genauer äußern. Sechs von zehn Coaches erwarten allerdings zumindest einen Dreikampf zwischen Schlusslicht Austria Kärnten, Wacker Innsbruck und Altach. Vizemeister SV Ried, der als Siebenter bereits neun Punkte vor dem "Strich" liegt, betrachten die meisten Befragten bereits als außer Gefahr. In einem Punkt sind sich die Trainer aber allesamt einig: Der Abstiegskampf wird spannend bis zur letzten Runde. (apa/red)
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