Mittwoch, 13. Februar 2008

Rapid startet zuversichtlich ins Frühjahr:
Vertrag mit Pacult um ein Jahr verlängert

  • Hütteldorfern fehlt derzeit 1 Punkt auf Tabellenspitze
  • Titel Nummer 32 ist großes Ziel des Rekordmeisters

Titel Nummer 32 - er ist das ganz große Ziel des österreichischen Fußball-Rekordmeisters SK Rapid Wien. Lediglich ein einziger Punkt fehlt den Hütteldorfern vor dem Start der 13 Runden kurzen Frühjahrssaison am Wochenende auf Winterkönig Sturm Graz, Meister Salzburg und den Stadtrivalen Austria. Rapid-Trainer Peter Pacult gibt seiner Mannschaft aber durchaus gute Chancen, dem Führungstrio den Kampf ansagen zu können.

"Wir sind vom Kader her sehr gut besetzt, sehr ausgeglichen. Für uns ist sicherlich einiges möglich", meinte Pacult, der auch den Tabellenfünften LASK noch auf der Rechnung hat. "An der Spitze liegt alles sehr eng beisammen. Ich gehe nicht davon aus, dass sich ein Team bereits früh entscheidend absetzen kann." Dennoch sei ein guter Start Bedingung, um im Titelrennen zu bleiben. Die Auftaktspiele bei den Abstiegskandidaten Kärnten und Altach bezeichnete der Rapid-Coach daher nicht als ideale Auslosung.

Lobende Worte für Neuzugang Maierhofer
Das kurze Frühjahr mache jedes Spiel zu einem kleinen Endspiel. "Mit jedem Match, in dem man nicht so abschneidet, wie man sich das vorstellt, wird der Druck größer", erklärte Pacult, der zuletzt vor allem lobende Worte für Neuzugang Stefan Maierhofer gefunden hatte. Der Leihstürmer vom deutschen Zweitligisten Greuther Fürth - einer der namhafteren Transfers in einer ansonsten relativ unspektakulären Übertrittszeit - habe sich durch sein selbstsicheres Auftreten sehr gut in die Mannschaft eingefügt.

Der 2,02-Meter-Mann hat daher gute Chancen, am Samstag in Kärnten von Beginn an zu stürmen. "Wir haben noch nie so einen Spieler gehabt. Mit ihm haben wir noch eine Option mehr, sind schwieriger auszurechnen", sagte Rapid-Kapitän Steffen Hofmann über seinen neuen Hauptabnehmer für Flanken. Hohe Bälle in den Strafraum werden alleine durch die Präsenz von Maierhofer zur steten Gefahr. "In gewissen Situationen kann er eine sehr große Hilfe sein. Er kann jederzeit ein Tor machen", bestätigte Pacult.

Rückkehr von Markus Katzer
Abgesehen von Stefan Kulovits (Rippenbruch) hat Rapid die Vorbereitung weitgehend verletzungsfrei überstanden. Markus Katzer kehrte nach überwundenen Kreuzbandriss zurück und dürfte links in der Viererkette gesetzt sein. Regisseur Hofmann hatten zuletzt leichte Achillessehnenprobleme zu schaffen gemacht. Für den Auftakt gab der Deutsche, der auch in der finalen Woche der Vorbereitung das volle Trainingsprogramm absolviert, aber Entwarnung: "Es ist wirklich nicht schlimm. Die Sache behindert mich nicht."

"Müssen wieder Heimmacht werden"
Die volle Konzentration gilt dem Titelrennen. "Der Herbst ist immer Geplänkel, aber im Frühjahr geht es ans Eingemachte", erklärte Pacult. Vor allem in den sechs ausständigen Heimspielen müssen die Hütteldorfer reüssieren, hatten sie doch im Herbst überraschend drei Niederlagen kassiert. Davor waren sie im Hanappi-Stadion ein Jahr ungeschlagen gewesen. "Wir müssen wieder die Heimmacht werden, die wir einmal waren", meinte Kapitän Hofmann. "Dann haben wir auch genug Qualität, den Titel zu holen."

Vertragsverlängerung für Trainer Pacult
Der Vertrag mit Trainer Peter Pacult wurde vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 30. Juni 2009 verlängert. Der gesamte Trainerstab wurde ebenfalls weiter an den Verein gebunden. Pacult hatte sein Amt in Hütteldorf am 5. September 2006 angetreten. Der 48-jährige Wiener hatte Rapid im Vorjahr nach verpatztem Herbst noch zum vierten Endrang in der T-Mobile Bundesliga geführt.

Über den Umweg UI-Cup erreichten die Wiener in weiterer Folge auch den UEFA-Cup. Dort war der Rekordmeister Anfang Oktober in der ersten Hauptrunde an Anderlecht gescheitert. Von insgesamt 52 Bundesliga-Spielen unter Pacult hat Rapid 22 gewonnen. Je 15 Partien gingen verloren bzw. endeten Remis. Vor dem Frühjahrsauftakt am Samstag in Kärnten liegen die Hütteldorfer einen Punkt hinter dem Führungstrio Sturm Graz, Salzburg und Austria auf Platz vier.

Meistertitel durchaus realistisch
Pacult traut seinem Team allerdings den ganz großen Coup zu. "Wir sind vom Kader her sehr gut besetzt. Für uns ist sicherlich einiges möglich", meinte der Rapid-Trainer. Ursprünglich hatte Pacult auf einen längerfristigen Vertrag gehofft, gab sich schließlich aber mit der Verlängerung um ein Spieljahr zufrieden. Vor Rapid hatte der ehemalige Nationalstürmer bei 1860 München (2001 bis 2003), FC Kärnten (2004/05) sowie Dynamo Dresden (Dezember 2005 bis September 2006) als Cheftrainer fungiert. (apa/red)

CASHPOINT - Wollen wir wetten?
Click!

13.2.2008 10:04