Ton im US-Wahlkampf weiter verschärft: Obama & Clinton im Clinch um Delegierte
- US-"Superdelegierte" können entscheidend sein
- Obamas Team wirft Clinton "Taktiererei" vor

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Unter den beiden führenden Kandidaten der Demokraten für die US-Präsidentschaftskandidatur, Barack Obama und Hillary Clinton, ist ein Streit um die Rolle der "Superdelegierten" entbrannt. Clintons Wahlkampfteam vertrat am Wochenende die Ansicht, die "Superdelegierten" sollten beim Nominierungsparteitag im August "im Interesse der Partei und des Landes" und damit völlig unabhängig entscheiden.
Obamas Team geht dagegen davon aus, dass die "Superdelegierten" mit der Mehrheit der anderen Delegierten stimmen müssen. Obama liegt derzeit bei den Vorwahlen mit 1296 gewonnenen Delegiertenstimmen vor Clinton mit 1238 Stimmen. Die 795 "Superdelegierten" werden nicht gewählt, sie nehmen als Parteivertreter und Mandatsträger an dem Nominierungsparteitag teil und haben keinen speziellen Wahlauftrag.
Obamas Team wirft Clinton "Taktiererei" vor
Die "Superdelegierten" sollten ihrem "unabhängigen Urteil" folgen, sagte Clinton bei einem Wahlkampfauftritt in Wisconsin. Ihr Berater Harold Ickes vertrat die Ansicht, wenn Obama und Clinton am Ende der Vorwahlserie noch immer nahezu gleichauf lägen, werde Clinton die Nominierung mit Hilfe der "Superdelegierten" gewinnen. Darüber hinaus zog Ickes in Betracht, die Delegierten aus Michigan und Florida entgegen den vorherigen Beschlüssen beim Nominierungsparteitag doch mitstimmen zu lassen. Obamas Wahlkampfleiter David Plouffe warf dem Clinton-Lager darauf hin "Taktiererei" vor. Am Ende könne die Demokratische Partei damit in der Präsidentschaftswahl gegen die Republikaner unterliegen.
Obama und Clinton kämpften am Wochenende um die Gunst der Wähler im US-Staat Wisconsin. Obama setzte bereits seit Wochenbeginn darauf, seinen knappen Vorsprung bei den Delegiertenstimmen bei der Vorwahl auszubauen. Clinton konzentrierte ihren Wahlkampf jedoch auf die größeren US-Staaten Ohio und Texas, wo erst Anfang März abgestimmt wird, und traf in Wisconsin ein.
(apa/red)
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