Mittwoch, 13. Februar 2008

Weiterhin keine Spur von Mädchen: Fall Madeleine wird trotzdem zu den Akten gelegt

  • Britisches Kind gilt seit 3. Mai 2007 als vermisst
  • Portugiesischen Justizminister: "Ende des Prozesses"

Die Ermittlungen im Fall des vermissten britischen Mädchens Madeleine McCann stehen nach Worten des portugiesischen Justizministers Alberto Costa vor dem Abschluss. "Wir befinden uns jetzt an einem Punkt, wo wir uns dem Ende des Prozesses nähern", sagte Costa im Parlament in Lissabon. Im vergangenen Monat hatten die Ermittler wegen der ungewöhnlichen Komplexität des Falls noch eine weitere Verlängerung der Untersuchung um drei Monate beantragt.

Madeleine gilt seit 3. Mai vergangenen Jahres als vermisst. Die damals knapp Vierjährige verschwand nach Darstellung der Eltern aus einer Ferienwohnung an der Algarve, während das Paar rund 50 Meter entfernt in der Hotelanlage zu Abend aß. Die Eltern, Kate und Gerry McCann, kehrten im September nach Großbritannien zurück, einen Tag, nachdem sie formell als Verdächtige genannt worden waren.

Der Leiter der portugiesischen Kriminalpolizei, Alipio Ribeiro, hatte die Einstufung der Eltern als Verdächtige vor knapp zwei Wochen in einem Radiointerview als voreilig und hastig bezeichnet. Costa verteidigte Ribeiro vor den Abgeordneten. Der Kriminalpolizist habe mit seinen Äußerungen nicht gegen geltendes Recht verstoßen, wonach während eines laufenden Ermittlungsverfahrens keine Auskünfte gegeben werden dürfen, sagte Costa.

(apa/red)

13.2.2008 15:58