BIA unter Erklärungsnot: Bei Schwieger-
mutter '06 Auskunft über Vranitzky gesucht
- 2006: BIA-Leute auf Suche nach Wahlkampfmunition?
- Kreutner: "Allfällige Pflegesituation war nie Thema"
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Wichtige Punkte sollen vorgezogen werden
Das Büro für Interne Angelegenheiten (BIA) habe 2006 keineswegs Erkundigungen über die pflegebedürftige Schwiegermutter von SPÖ-Exkanzler Franz Vranitzky eingeholt. Es sei lediglich darum gegangen, bei der Schwiegermutter Auskunft über den Aufenthaltsort von Vranitzky zu erhalten, erklärte BIA-Chef Martin Kreutner.
Zunächst habe man an den beiden angegebenen Adressen Vranitzky besucht. Da die BIA-Leute den Ex-Kanzler nicht aufgefunden hätten und eine Nachbarin erklärt habe, man möge die Schwiegermutter fragen, die im Seniorenheim sei, habe man diesen Weg gewählt. "Es hat rein diese Kontaktaufnahme gegeben, sonst wurde nichts gemacht. Das Thema einer allfälligen Pflegesituation war nie ein Thema", sagte Kreutner in der "Zeit im Bild". Die Pflegedebatte war ja eines der Hauptthemen im Wahlkampf 2006.
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina erklärte in der "Zeit im Bild" zur Affäre um angeblichen Machtmissbrauch im Innenministerium der ÖVP, Arbeit in der Koalition und Aufklärung würden sich nicht ausschließen. "Der Untersuchungsausschuss wird, muss kommen, wenn die ÖVP weiter bei ihrer Linie bleibt, nicht aufzuklären, sondern mit dem Finger auf andere zu zeigen".
(apa/red)
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