Vertrauen in die Polizei ist leicht gesunken: Affäre schadet laut Umfrage am meisten ÖVP
- Österreicher sehen Nutzen für Oppositionsparteien
- 24% erwarten sich vollständige Aufklärung des Falls
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Wichtige Punkte sollen vorgezogen werden
Die Korruptionsvorwürfe gegen das Innenministerium haben dem Ruf der Polizei offenbar geschadet. Laut einer OGM-Umfrage für den ORF-"Report" ist das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei bei 20 Prozent der Befragten gesunken. Im Vergleich dazu gaben im Oktober 2007 nur zwölf Prozent an, dass ihr Vertrauen in die Polizei in letzter Zeit gesunken sei.
Gestiegen ist das Vertrauen in die Polizei lediglich bei zwei Prozent der Befragten (Oktober 2008: sechs Prozent), der Rest hat gleich viel Vertrauen oder wollte sich nicht deklarieren.
Affäre schadet der ÖVP
Eindeutig ist das Ergebnis der Frage, wem die Affäre schadet: 46 Prozent nennen die ÖVP und 30 die SPÖ. Für die Oppositionsparteien sehen die Österreicher hingegen einen Nutzen (Grüne: 35, FPÖ 28 und BZÖ 23 Prozent). Einen Nutzen für die SPÖ erwarten 23 Prozent. Immerhin 13 Prozehnt meinen sogar, dass die Affäre der ÖVP eher nützt als schadet.
Vollständige Aufklärung
Vergleichsweise gering ist die Erwartung in den von der Opposition geforderten Untersuchungsausschuss, was die "vollständige Aufklärung" der Vorgänge betrifft. Ganze 72 Prozent glauben, dass eine parlamentarische Untersuchung eine "unvollständige Aufklärung" bringen würde. Nur 24 Prozent sind überzeugt, dass das Parlament für eine "vollständige Aufklärung" des Skandals sorgen könnte.
OGM führte für diese Umfrage Telefoninterviews mit 500 wahlberechtigten Österreichern ab 18 Jahren durch. Die Schwankungsbreite wird mit plus/minus 4,5 Prozent angegeben. (apa/red)
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