Brandkatastrophe in Egg fordert 12. Opfer: Frau nach einer Woche im Spital gestorben
- 92-Jährige Frau schwebte tagelang in Lebensgefahr
- Pensionistin erlitt bei Brand eine Rauchgasvergiftung
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Die Brandkatastrophe von Egg hat ein zwölftes Todesopfer gefordert. Eine 92-jährige Frau im Krankenhaus Dornbirn schwebte seit einer Woche in Lebensgefahr, sie lag in künstlichem Tiefschlaf auf der Intensivstation. Nun erlag die betagte Heimbewohnerin ihrer schweren Rauchgasvergiftung. Die übrigen fünf Verletzten befinden sich auf dem Weg der Besserung, teilweise konnten sie das Spital bereits verlassen.
Nach der offiziellen Verabschiedungsfeier für die elf Toten der Brandkatastrophe hat die angekündigte sicherheitstechnische Überprüfung der Vorarlberger Pflege- und Seniorenheime durch die Brandverhütungsstelle des Landes begonnen. Zunächst werden die Heime älteren Baudatums kontrolliert, dabei handelt es sich laut den Verantwortlichen um etwa acht bis zehn Gebäude. Die Experten überprüften bereits die Altenheime in Andelsbuch und Bizau (beide Bregenzerwald). In beiden Institutionen stellten die Fachleute Nachholbedarf beim Brandschutz fest.
Die Überprüfung dieser Institutionen könnte in rund zehn Tagen abgeschlossen sein, anschließend werde man die Kontrolle der restlichen Heime in Angriff nehmen. Ein Endbericht könnte in vier bis sechs Wochen vorliegen. Das Land Vorarlberg hatte angekündigt, sämtliche Empfehlungen der Brandverhütungsstelle umzusetzen, unabhängig von den gesetzlichen Standards. Laut einer Aussage von Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) wird das Land 40 Prozent der Kosten der Nachrüstung übernehmen.
Den Überlebenden der Brandkatastrophe, Angehörigen und Helfern steht weiter psychologische Hilfe zu Verfügung. Bertram Bolter, Leiter des Einsatzes des Kriseninterventionsteams (KIT) in Egg, erklärte im Samstagsinterview von ORF Radio Vorarlberg, dass Betroffene nach einer Katastrophe Langzeitbetreuung benötigten, weil Störungen oft erst nach Wochen auftreten. Daher habe man die Gemeinde und die Einsatzkräfte gebeten, zu melden, wenn auffalle, dass jemand Hilfe benötige. Dann werde Unterstützung angeboten, so Bolter.
(apa/red)
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