Freitag, 15. Februar 2008

Mord als Verzweiflungstat: Frau erdrosselt ihren pflegebedürftigen Ehemann in Kärnten

  • Familientragödie: Todesopfer seit Jahren Pflegefall
  • Verdächtige wollte sich danach selbst Leben nehmen

Ein Einfamilienhaus in Wolfsberg im Kärntner Lavanttal war Schauplatz einer Familientragödie. Eine 59-jährige Frau erdrosselte ihren behinderten 65-jährigen Ehemann mit Hilfe eines Kabels und schnitt sich danach mehrmals die Pulsadern auf. Sie überlebte schwer verletzt.

Die Polizei wurde von der Tochter des Ehepaares telefonisch alarmiert. Sie war zuvor von ihrer Mutter angerufen worden, die ihr die Tat an ihrem Mann schilderte und ankündigte, jetzt selbst aus dem Leben scheiden zu wollen. Da die Tochter unmittelbar nach dem Telefonat die Polizei in Kenntnis setzte, konnte die Frau noch gerettet und ins Krankenhaus gebracht werden.

Nach Angaben der Polizei war der Mann ein Pflegefall, er soll seit 20 Jahren an Parkinson gelitten und zudem vor einigen Jahren einen Schlaganfall erlitten haben. Nachbarn berichteten, dass die Frau ihren Mann die ganzen Jahre über aufopfernd gepflegt habe.

(apa/red)

15.2.2008 13:30