Autor & Kabaretttexter Orthofer gestorben:
67-Jähriger erlag langer schwerer Krankheit
- Viele Programme gemeinsam mit Hans-Peter Heinzl
- Verfasste auch Bücher und Liedtexte für Musicals

Der Autor und Kabaretttexter Peter Orthofer 67-jährig ist nach langer schwerer Krankheit gestorben. Orthofer schrieb mehr als 20 Bühnenprogramme für den Kabarettisten Hans-Peter Heinzl, nach dessen Tod 1996 war er die Feder hinter Alfons Haiders Bühnenschmäh. Erfolgreich war er auch mit zahlreichen Buchveröffentlichungen sowie als Gründer des Kabarettfestivals "Ybbsiade".
Am 17. Juni 1940 in Berlin geboren, erlebte Orthofer den Krieg samt anschließender russischer Besatzung in der deutschen Hauptstadt. Seine weitere Kindheit verbrachte er in der Steiermark, die Matura legte er in Graz ab. Anschließend studierte er an den Universitäten Graz und Wien nach eigener Aussage "querfeldein", darunter Philosophie und Germanistik. Durch seine Schwester, die Schauspielerin Monika Orthofer, stieß er zum Studentenkabarett "Der Würfel", wo er als Conferencier wirkte und zahlreiche Texte schrieb.
1961 blieb Orthofer nach einem Wien-Gastspiel des "Würfel" in der Bundeshauptstadt und war in der "Fledermaus"-Bar sowie am Kärntnertortheater tätig. Zusammen mit Gerhard Bronner gestaltete er außerdem die TV-Sendungen "Zeitventil" und "Die Große Glocke". Danach verfasste er Bücher wie "Das Universal-Parteibuch für jede Überzeugung" (1985) und "Wer ist Who in Österreich" (1986). 1999 erschien "Money mag man eben", außerdem textete er Lieder für Marianne Mendt und Kurt Sowinetz.
1976 begann Orthofers Zusammenarbeit mit dem Kabarettisten Heinzl. Gemeinsam entwarfen und produzierten sie zahlreiche erfolgreiche Kabarett-Programme. Das Programm "Lex Minister" wurde von Peter Patzak 1990 sogar verfilmt.
Nach Heinzls Tod im Jahr 1996 textete Orthofer vor allem für Alfons Haider, für den er sämtliche Kabarettprogramme, sowie Buch und Liedtexte für Musicals verfasste. (apa/red)
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