Die Autobahnvignette brachte im Jahr 2007
drei Prozent mehr ein: 323 Millionen Euro
- Einnahmen fließen in Autobahn- und Straßenbau
- Großteil der Mautpreller kommt aus dem Ausland

·GRAFIK: Einnahmen durch die Vignette
Die Automauteinnahmen seit ihrer Einführung 2001
·Richtig picken, damit keine Strafen drohen
Nützliche TIPPS rund um das Kleben der Vignette
Die Einnahmen aus der Autobahnvignette haben 2007 um etwa drei Prozent auf 323 Mio. Euro zugelegt. Für heuer werden 329 Mio. Euro erwartet, wobei die Vignette 2008 um die Inflationsrate verteuert wurde. Für den Zeitraum von Anfang Dezember 2006 bis Ende Jänner 2008 wurden knapp 21 Mio. Vignetten verkauft, ein Plus von knapp zwei Prozent. Von 100 Fahrzeuglenkern klebten 98,2 inländische Pkw-Kunden und knapp 97 Kunden aus dem Ausland ihre Vignette.
"Ein Wert der tendenziell in den letzten Jahren sich auf hohen Niveau erfreulicher Weise verbessert hat", so der Vorstand der staatlichen Autobahnholding Asfinag, Klaus Schierhackl. 2007 konnte die Asfinag ca. 8 Mio. Euro an Ersatzmauten für fehlende oder nicht ordnungsgemäß angebrachte Vignetten einnehmen. Das bedeutet ein Mehr an Einnahmen von knapp 1,5 Mio. Euro (2006: 6,5 Mio. Euro) oder von ca. 24 Prozent. So wurden im vergangenen Jahr insgesamt 84.300 (2006: 77.000) Mautsünder erwischt, ca. 71.500 durch die Asfinag-Mautaufsicht (2006 56.000) und 12.800 (2006: 13.300) durch die Polizei, was gesamt eine Steigerung von ca. 10 Prozent ergibt, hieß es am Dienstag in einer Aussendung der Asfinag.
Der Großteil (82 Prozent) der Mautpreller seien aus den Nachbarstaaten gekommen, 18 Prozent oder 15.174 (2006:14.500) aus Österreich. Mit über 23.604 (2006:22.000) Aufgriffen sind deutsche Lenker Mautsünder Nummer 1, italienische Lenker wurden 12.149 (2006:9.000) erwischt und 7.000 (2006: 6.500 Mautpreller) kamen aus der Schweiz. Ca. 3.000 Fahrzeuglenker (2006: 3.300) musste die Asfinag bei den Bezirksverwaltungsbehörden anzeigen. Das bedeute ein Minus von ca. 10 Prozent, so die Autobahnholding.
Asfinag investieren bis 2013 4,8 Mrd. Euro
Die Einnahmen aus der Vignette werden ausschließlich in Bau, Erhaltung, Betrieb und Finanzierung der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen investiert, betonte die Asfinag. Im Jahr 2008 werden demnach ca. 1,3 Mrd. Euro in Planung, Neubau und bauliche Erhaltung gesteckt. Dabei werden u.a. die zweiten Tunnelröhren von Katschberg, Ganzstein oder Lainbergtunnel für den Verkehr freigegeben. Bis 2013 investiert die Asfinag ca. 4,8 Mrd. in den Ausbau des heimischen Streckennetzes.
Die aus dem Budget ausgegliederte Asfinag hat einen Schuldenstand von rund zehn Milliarden Euro, Tendenz steigend. Die Regierung hat sich gestern darauf geeinigt, dass die 2007 beschlossene Inflationsanpassung der Vignette kommendes Jahr ausgesetzt. Dies kostet die Asfinag rund sieben Mio. Euro an Mehreinnahmen.
(apa/red)
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