Sonntag, 10. Februar 2008

Gewerkschaftsführung der Autoren will nun
Streik-Ende: Produzenten-Deal entscheidet

  • 12.000 Mitglieder entscheiden über Streik-Fortgang
  • Neue Vereinbarung beinhaltet auch Gehaltserhöhung

Die Führung der Gewerkschaft der US-Drehbuchautoren hat beschlossen, ihren seit Monaten andauernden Streik zu beenden. Die mit den Produzenten erzielte Vereinbarung in den Tarifverhandlungen soll nun der Basis zur Abstimmung vorgelegt werden, teilte die Leitung der Autorengewerkschaft (Writers Guild Association, WGA) mit.

Falls die rund 12.000 Gewerkschaftsmitglieder die Einigung annähmen, könne die Arbeit bereits in wenigen Tagen wieder aufgenommen werden, hieß es. Die erzielte Vereinbarung sieht einen neuen Vertrag mit dreijährigen Laufzeit und Gehaltserhöhungen von etwa drei Prozent je Jahr vor.

Die Drehbuchautoren waren am 5. November in den Ausstand getreten. Sie forderten unter anderem eine höhere Beteiligung an DVD-Tantiemen sowie an den Einnahmen bei neuen Medien wie Internet und Mobilfunk. Der Streik hat die Film- und Fernsehbranche in den USA hart getroffen. Mehrere Fernsehserien mussten eingestellt und Filmprojekte auf Eis gelegt werden. Die Gala zur Verleihung der Golden Globes am 13. Jänner wurde abgesagt und durch eine einfache Pressekonferenz ersetzt. Ob die Verleihung der Oscar-Filmpreise wie geplant am 24. Februar über die Bühne gehen kann, war bis zuletzt ungewiss. (APA/red)

10.2.2008 21:58

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