Erdtrabant taucht in Schatten des Planeten:
Heute trotz Vollmond absolute Finsternis
- Mond als kupferrote Scheibe von 4.01 - 4.51 Uhr
- Finsternis ab 2.21 Uhr mit freiem Auge sichtbar
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In der heutigen Vollmondnacht wird es in der zweiten Nachthälfte finster. Zwischen 1.37 Uhr und 7.16 Uhr taucht der Erdtrabant in den Schatten unseres Planeten. Die totale Phase des astronomischen Ereignisses, in welcher der Mond nur als dunkle, kupferrote Scheibe am Nachthimmel steht, dauert von 4.01 Uhr bis 4.51 Uhr.
Sowohl die Erde als auch der Mond werfen lange konische Schatten in den Weltraum. Tritt einer in den Schatten des anderen, sind bei entsprechend günstiger Position auf der Erde Finsternisse zu beobachten. Gerät dabei die Erde in den Schatten des Mondes, verfinstert sich kurzfristig die Sonne, umgekehrt sehen wir eine Mondfinsternis. Im Durchschnitt sind laut Hermann Mucke vom Astronomischen Büro Wien jährlich zwei bis drei, maximal aber fünf Mondfinsternisse zu beobachten.
Erstmals mit freiem Auge wird die Mondfinsternis am 21. Februar als Schatten am rechten Mondrand etwa um 2.21 Uhr zu sehen sein - so das Wetter mitspielt. Um 6.31 Uhr verschwindet der letzte Schatten auf der gegenüberliegenden Seite der Vollmondscheibe.
In der totalen Phase tritt der Mond in den Kernschatten der Erde, wird also von den direkten Sonnenstrahlen völlig abgeschirmt. Im Halbschatten erreicht immer noch ein Teil des Sonnenlichts den Mond. Mondfinsternisse ereignen sich prinzipiell nur bei Vollmond, denn da stehen Sonne und Mond aus Sicht der Erde einander gegenüber, und der Mond kann in den Schatten der Erde eintreten. Dass selbst während der Totalität noch etwas vom Mond zu sehen ist, liegt am sogenannten Streulicht der irdischen Lufthülle. Ein wenig Sonnenlicht mogelt sich stets durch die Atmosphäre, dadurch wird es im Erdschatten nie ganz finster. (apa/red)
