Inflation: Verschärfte Preisbeobachtung durch Konsumenten & anonyme Probekäufer
- BWB-Chef: "Preisabsprachen kein Kavaliersdelikt"
- Lebensmittel in Österreich teuerer als im EU-Schnitt

·Inflation: Was ist im Warenkorb drinnen?
Typisches Ausgabever- halten der Österreicher
·GRAFIK: Inflation im Vergleich zum Vorjahr
Lebensmittel liegen bei Ausgaben an der Spitze
Nach wochenlanger Diskussion über die steigende Inflation schaltet sich nun die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) verstärkt ein und wird künftig unter anderem auch anonyme Probekäufer ausschicken. Diese und andere Maßnahmen sollen klären, warum insbesondere Lebensmittel hierzulande teilweise erhebliche teurer sind als im EU-Schnitt. "Preisabsprachen sind kein Kavaliersdelikt", so BWB-Chef Theo Tanner im Ö1-"Morgenjournal" des ORF-Radio. Diese könnten den Verbraucher schädigen und seien auch ein Schaden für alle Wirtschaftstreibenden, die sich an die Regeln halten. Der oberste Kartellwächter rief die Konsumenten auf, jeden Verdacht auf Preisabsprachen seiner Behörde zu melden.
Im Dezember 2007 legte die Teuerung im Jahresabstand um 3,6 Prozent zu, während sie im Durchschnitt des Jahres 2007 bei 2,2 Prozent lag. Allein ein Viertel der Dezember-Teuerung entfiel auf Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke; diese Verbrauchsgruppe verteuerte sich um 7,6 Prozent. Nahrungsmittel alleine kosteten sogar um 8,2 Prozent mehr als ein Jahr davor.
Kräftig zum Preisanstieg beigetragen haben auch Wohnen und Energie, Verkehr sowie diesmal auch Bekleidung und Schuhe, die sich um 5,1 Prozent verteuerten - ein Niveau, das zuletzt Anfang der 90-er Jahre erreicht worden war. Billiger als vor einem Jahr war im Dezember der Bereich "Nachrichtenübermittlung".
(apa/red)

