Schwerer Sturz von Holaus in Sestriere:
Erlitt Schleudertrauma und Knieverletzung
- 24-jährige Tirolerin nach Sturz ohne Bewusstsein
Maria Holaus hat bei ihrem schweren Sturz im Super-G von Sestriere ein Schleudertrauma sowie eine Knieverletzung erlitten. Die 24-jährige Speed-Spezialistin aus Tirol hatte bei ihrem Sturz kurz das Bewusstsein verloren und wurde nach der Erstversorgung mit dem Hubschrauber zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus nach Turin geflogen.
Im Krankenhaus wurde bei Holaus eine Computer-Tomografie-Untersuchung (CT) vorgenommen. Dabei hatte die Rennläuferin bereits wieder das Bewusstsein zurückerlangt und befand sich in stabilem Zustand.
Entwarnung: Seitenband eingerissen
Es gibt keine Brüche, lediglich das innere Seitenband im rechten Kniegelenk ist eingerissen. Klar war aber auch, das Holaus bei ihrem Sturz Riesenglück gehabt hat. "Die Folgen hätten auch schwerwiegender sein können", sagte ÖSV-Teamarzt Michael Saxinger, der die Rennläuferin auf der Strecke untersucht hatte. Die Tirolerin war nach ihrem Sturz mehrere Minuten ohne Bewusstsein gewesen und hat auch eine schwere Gehirnerschütterung erlitten. Gelobt wurde vom ÖSV ausdrücklich die ärztliche Organisation vor Ort sowie die weitere Versorgung im Turiner Spital.
Holaus war wegen mehrerer schwerer Verletzungen - u.a. drei Kreuzbandrisse - erst vor einem Jahr als 23-Jährige in Zauchensee in den Weltcup eingestiegen und hatte dort beim Debüt in der Abfahrt auf Anhieb den vierten Platz erreicht. Erst vor drei Wochen hatte die junge Dame aus Brixen im Thale mit dem Super-G in Cortina ihren ersten und bisher einzigen Weltcupsieg gefeiert und sich zur 101. österreichischen Weltcupsiegerin gemacht.
Ihre bis dato aktuellste Blessur erlitt die Tirolerin im vergangenen Sommer 2007. Bei einem schweren Sturz im Abfahrtstraining in Neuseeland zog sie sich einen Innenbandeinriss, eine Prellung des Schienbeinkopfes sowie eine Gehirnerschütterung zu.
(apa/red)
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