Ägypten holt sich erneut den Africa-Cup: Rekordsieger erzielt 1:0 gegen Kamerun
- Titelverteidiger siegt im Finale des Kontinentalturniers
- Entscheidenden Treffer erzielt Mohammed Abou Trika

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Rekordchampion Ägypten hat sich zum sechsten Mal die Krone beim "Africa Cup of Nations" gesichert. Der nun sechsfache Champion sicherte sich in Accra durch einen 1:0-(0:0)-Finalsieg gegen Kamerun die 26. Auflage des Kontinentalturniers. Mohammed Abou Trika gelang in einer umkämpften Partie in der 77. Minute nach Fehler von Kamerun-Kapitän Rigobert Song das Goldtor. Kamerun verpasste somit die Gelegenheit, mit dem fünften Sieg zu Ägypten aufzuschließen.
Die Nordafrikaner erwiesen sich in einem weitgehend ausgeglichenen Endspiel vor den Augen von FIFA-Präsident Joseph Blatter als clevereres und effizienteres Team. Im Duell zweier nicht für die WM 2006 qualifizierten Mannschaften nutzten die "Pharaonen" um Teamchef Hassan Sheata vor 30.000 Zuschauern im Ohene-Djan-Stadion einen schweren Schnitzer des routinierten Abwehrchefs Song zum Siegestreffer.
Der Innenverteidiger ließ sich den Ball von Mohamed Zidan (HSV) abluchsen, nach dessen Vorlage hatte Abou Trika kein Problem, einzuschießen. Kamerun warf in der Schlussphase alles nach vorne, der ein weiteres Mal souveräne ägyptische Torhüter El Hadary war nicht zu bezwingen. Ausgerechnet Song ließ in seinem dritten Finalspiel in der Nachspielzeit per Kopf die beste Chance ungenutzt.
Pfister verpasst Titelgewinn
16 Jahre nach seiner ersten Final-Teilnahme als Coach von Ghana verpasste Kamerun-Trainer Otto Pfister erneut den Titelgewinn. Champion Ägypten, der bereits in der Gruppenphase gegen die "unbezähmbaren Löwen" 4:2 gewonnen hatte, gelang hingegen wie bereits 1959 die erfolgreiche Titelverteidigung. Mittelfeldstratege Hosni Abd Rabou wurde auch zum besten Spieler des Turniers gewählt.
"Großartiges Gefühl"
Der gefeierte Held der Ägypter war Goldtorschütze Mohamed Abou Trika. Der 29-jährige Mittelfeldspieler vom afrikanischen Topclub Al Ahly Kairo hatte schon vor zwei Jahren im Final-Krimi gegen die Elfenbeinküste den entscheidenden Elfmeter verwertet. "Es ist ein großartiges Gefühl, in so einem Spiel zu treffen. Man hat das Gefühl, das gesamte Land zu repräsentieren", erklärte Abou Trika, der beliebteste Fußballer Ägyptens.
Den Titel nach dem Triumph im eigenen Land erfolgreich zu verteidigen, bezeichnete der Matchwinner als "große Errungenschaft". Mehrere Spieler der "unbezähmbaren Löwen" aus Kamerun waren dagegen den Tränen nahe. "Ein Finale zu verlieren tut besonders weh, aber wenigstens haben wir es bis hierher geschafft", sagte Verteidiger Geremi. "Viele Leute haben uns das nicht zugetraut, aber wir haben uns den ganzen Weg durchgekämpft." (APA/red)
