Erdogan ruft Landsleute in Deutschland
zu Integration auf: Wir sind keine Fremden!
- Aber warnt vor einer unmenschlichen Assimilation
- Türkischer Ministerpräsident bestärkt EU-Wunsch
·Ludwigshafen: War es doch Brandstiftung?
Bisher wurden noch keine weiteren Toten gefunden
·Kopftuch-Comeback
an den türkischen Unis
Parlament stimmt klar für
Ende des Trage-Verbots
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat von seinen Landsleuten in Deutschland verstärkte Integrationsbemühungen gefordert. Vor allem die deutsche Sprache zu erlernen, stehe an erster Stelle, sagte Erdogan vor rund 20.000 Zuhörern in der Kölnarena. "Wir dürfen uns nicht als Fremde betrachten, sondern müssen uns als wesentliches Element dieses Landes sehen." Integration dürfe allerdings nicht mit Assimilation gleichgesetzt werden, warnte er: "Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit." Dies könne niemand von den im Ausland lebenden Türken verlangen.
Bei der Brandkatastrophe in Ludwigshafen forderte Erdogan eine rasche Aufklärung: Nur so könnten die Türken, aber auch die Deutschen wieder Frieden im Herzen finden.
Erdogan bekräftigt Wunsch nach EU
Erneut bekräftigte Erdogan auch seine Forderungen nach einer Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU. "Es kann keine andere Alternative geben", sagte er. Die Beitrittsbemühungen, um vor allem den EU-Standard auf dem Gebiet der Menschen- und Freiheitsrechte zu erreichen, würden unvermindert fortgesetzt.
Die Veranstaltung wurde von der Union Europäisch-Türkischer Demokraten organisiert. (APA/red)
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