Grünes Licht von EU für Unabhängigkeit des Kosovo: Ahtisaari-Plan aber Bedingung
- Präsident Tadic warnt vor eigenem Kosovo-Staat
- Betroffenen Parteien zahlen "unerschwinglichen Preis"
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Autonomie für Kosovo sei "tragische Situation"
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Die EU hat laut kosovo-albanischer Medien Grünes Licht für eine Unabhängigkeitserklärung des Kosovo am 17. Februar gegeben. Wie es in den Berichten hieß, wurde als Bedingung genannt, dass das Provinzparlament bis dahin die im Kosovo-Plan von UNO-Chefvermittler Ahtisaari vorgesehenen Schutzmechanismen für die serbische Volksgruppe im Kosovo beschließt.
Nach einem Bericht des kosovarischen Fernsehsenders RTK, der sich ebenfalls auf EU-Kreise berief, ist das Datum auch mit den USA abgesprochen. Demnach sollen die EU-Außenminister am 18. Februar bei ihrer regulären Sitzung in Brüssel eine Erklärung beschließen, wonach sie die Unabhängigkeitserklärung der Provinz "zur Kenntnis nehmen". Danach würde jeder EU-Staat einzeln das jeweilige innerstaatliche Verfahren zur diplomatischen Anerkennung der Provinzregierung einleiten. Die EU-Außenminister würden am 18. Februar auch die konkrete Umsetzung der EU-Zivilverwaltung (ICO) im Kosovo beschließen. Diese soll die Unabhängigkeit des Kosovo überwachen.
Tadic: Kosovo-Unabhängigkeit fordert "extrem hohen Preis"
Der serbische Präsident Boris Tadic hat erneut vor den Folgen einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung des Kosovo gewarnt. "Jetzt sind ernsthafte Kosovo-Verhandlungen gefragt", sagte Tadic am Freitagabend beim Auftaktdinner zur 44. internationalen Sicherheitskonferenz in München. Wenn es diese Verhandlungen nicht gebe, müssten alle drei betroffenen Parteien - Serbien, die südserbische Provinz Kosovo und die internationale Gemeinschaft - einen "extrem hohen" bzw. "unerschwinglichen Preis" zahlen.
(APA/red)
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