Fünf Tote bei Stadtratssitzung in den USA:
Unter den Opfern waren zwei Polizeibeamte
- Auch der Angreifer kam bei Schießerei ums Leben
- Bürgermeister kam schwer verletzt ins Krankenhaus

Ein Bewaffneter hat bei einer Stadtratssitzung in den USA fünf Menschen erschossen und zwei weitere verletzt. Wie die Zeitung "St. Louis Post-Dispatch" berichtete, wurde der Mann im Rathaus von Kirkwood, einem Vorort von St. Louis im US-Bundesstaat Missouri, von einem Polizisten erschossen. Eine Reporterin der Zeitung war Augenzeugin.
Der Bewaffnete hatte nach Berichten der Zeitung und der Polizei vor dem Rathaus zunächst einen Polizisten erschossen. Dann sei er in das Gebäude gestürmt, in dem gerade die abendliche Sitzung des Stadtrates begann. Er habe einen zweiten Polizisten erschossen, laut geschrien und sei in den Sitzungsraum eingedrungen. Dort hatten sich etwa 30 Menschen versammelt - Stadtratsmitglieder, Angestellte, Bürger und Journalisten. Der Mann schoss weiter um sich und tötete dabei drei Menschen, zwei wurden durch Schüsse verletzt, wie es weiter hieß.
Bürgermeister schwer verletzt
Kurz darauf stürmten Polizisten in den Saal und erschossen den Verdächtigen, wie Polizeisprecherin Tracy Panus in St. Louis sagte. Einer der Toten war ein Abgeordneter des Stadtparlaments, wie die Zeitung auf ihrer Internetseite berichtete. Der Bürgermeister von Kirkwood, Mike Swoboda, sei schwer verletzt ins Krankenhaus gekommen.
Der mutmaßliche Schütze habe bereits öfter Konflikte mit den örtlichen Behörden gehabt. Der Bruder des Mannes sagte dem Fernsehsender CNN: "Er hat die Sache jetzt selbst in die Hand genommen und ist in den Krieg gezogen, um zu einem Ende zu kommen." Ein Freund des Schützen sagte, er habe vor drei Monaten eine Veränderung bei dem Mann bemerkt, der immer unzufriedener geworden sei.
Schütze schon früher auffällig geworden
Im Stadtrat war der Mann, der nach Angaben von CNN von einer örtlichen Bürgerrechtsbewegung unterstützt wird, wiederholt wegen ungebührlichen Benehmens aufgefallen und im Jahr 2006 zweimal in Handschellen aus dem Saal geführt worden. Im vergangenen Monat hatte ein Bundesrichter in St. Louis eine Klage des späteren Schützen abgewiesen. Darin hatte der Mann sich beklagt, dass städtische Beamte ihn in seinem Recht auf freie Rede beschnitten hätten. Die Reporterin sagte, der spätere Schütze habe sehr häufig bei den Sitzungen "schlimme Dinge" zum Bürgermeister gesagt. Die Stadt Kirkwood hat etwa 27.000 Einwohner und liegt etwa 30 Kilometer südwestlich von St. Louis.
(apa/red)
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