Gefahr einer Öko-Katastrophe in der Adria:
Brennender Öl-Frachter droht unterzugehen
- Zwischen 100 und 200 Tonnen Treibstoff an Bord
- Besatzungsmitglieder und Passagiere sind unverletzt

Nach einem Schiffsbrand ist die kroatische Halbinsel Istrien - ein beliebtes Ferienziel in der nördlichen Adria - von einer Umweltkatastrophe bedroht. Das auf dem türkischen Frachter "UMD Adriatic" ausgebrochene Feuer konnte trotz des Einsatzes von Löschflugzeugen und Löschschiffen nicht gelöscht werden, berichtete das kroatische Staatsfernsehen HRT. Zuvor konnten alle 22 Besatzungsmitglieder und neun Passagiere von einem griechischen Passagierschiff unverletzt geborgen werden.
Das Feuer brach aus, als sich der Frachter 15 Meilen westlich der historischen Adriastadt Rovinj, an der Grenze zwischen kroatischen und internationalen Gewässern, befand. Nachdem die Besatzung das Schiff verlassen hatte, treiben es die Meeresströme und der Wind in Richtung der istrischen Küste und der dortigen populären Badestrände.
Auf dem Schiff befinden sich nach Medienberichten bis zu 800 Tonnen Treibstoff, sowie elf Tonnen gefährlicher Ölprodukte, gaben die Behörden in Zagreb bekannt. Sollten diese Giftmaterien in das Meer gelangen, könnte eine Öko-Katastrophe verursacht werden. Das 193 Meter lange Schiff, beladen mit 200 Lastwagen, die ebenfalls vom Feuer vernichtet wurden, war auf dem Weg nach Triest. (apa/red)
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