Nach tödlichem Attentat in Dimona: Israel warnt Bürger vor neuen Terror-Anschlägen
- Konkrete Hinweise auf weitere Palästinenser-Morde
- In Negev-Wüste schlugen erneut Terror-Raketen ein
Nach dem ersten Selbstmordanschlag seit mehr als einem Jahr hat Israel landesweit die Alarmbereitschaft seiner Sicherheitskräfte erhöht. Der israelische Rundfunk meldete, tausende Polizisten sollten an gefährdeten Orten eingesetzt werden. Dem israelischen Geheimdienst Shin Beth liegen nach Medienberichten mehr als 50 Warnungen vor geplanten weiteren Anschlägen vor, darunter mehrere konkrete Hinweise.
Bei einem Anschlag zweier Attentäter waren in der "Atomstadt" Dimona eine 73-jährige Frau getötet und ihr Ehemann lebensgefährlich verletzt worden. Dutzende weitere Menschen erlitten Verletzungen oder einen Schock. Mehrere militante Palästinenserorganisationen, darunter die Fatah-nahen Al-Aksa-Märtyrerbrigaden, bekannten sich zu der Tat. Es gab am Dienstag weiter widersprüchliche Angaben darüber, ob die Täter aus dem Gaza-Streifen oder dem Westjordanland stammten.
Israel fürchtet nach dem Grenzsturm hunderttausender Palästinenser aus dem Gaza-Streifen nach Ägypten von Ende Jänner, weitere militante Kämpfer könnten über die Sinai-Halbinsel nach Israel gelangt sein. Aus Furcht vor weiteren Anschlägen sollen an den Einfahrten großer Städte Straßensperren errichtet werden.
In der Negev-Wüste im Süden Israels schlugen erneut zwei aus dem Gaza-Streifen abgefeuerte sogenannte Kassam-Raketen ein. Eines der Geschoße habe eine Fabrik getroffen und schweren Sachschaden angerichtet, meldete der israelische Rundfunk. Die zweite Rakete sei in einem Container eingeschlagen. (APA/red)
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