Neuer Generalstabschef Entacher: Will 100 Millionen Euro jährlich zusätzlich fürs Heer
- "profil"-Interview: Kritik an Mängel in der Ausrüstung
- Tschad-Einsatz: Nur auf Berufssoldaten zurückgreifen

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In einem Interview in der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kritisiert Edmund Entacher, der neue Generalstabschef des Bundesheeres, Mängel in der Ausrüstung. "Bei der Beschaffung haben wir in vielen Bereichen großen Nachholbedarf. Es wird hinten und vorne knapp. Die Jacke ist zu eng."
Grobe Mängel sieht Entacher bei den fehlenden gepanzerten Mannschaftstransportern, bei Sanitäts-LKW sowie in der Aufklärung, wo unbemannte Drohnen angeschafft werden sollen. Der Generalstabschef fordert dafür jährlich zusätzlich hundert Millionen Euro fürs Armee-Budget. "Die Luftflotte verschlingt für Österreichs Verhältnisse horrend viel Geld, nicht nur die Eurofighter", stellt der neue Armeechef im "profil"-Interview fest und kündigt an, bei Hubschraubern und Flugzeugen "manches außer Dienst zu stellen". Vor allem für Auslandseinsätze werde derzeit ein Muster-Bataillon und später eine "Rahmenbrigade" zusammengestellt. Nach Großbritannien und Frankreich sei Österreich mit 1200 bis 1400 Soldaten bei Auslandseinsätzen proportional zur Bevölkerung "in Europa der drittgrößte Truppensteller".
Für den Tschad-Einsatz will Entacher in der ersten Phase nur auf Berufssoldaten zurückgreifen. "Bleiben wir dort länger, werden auch mehr Milizsoldaten zum Einsatz kommen."
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