Mittwoch, 6. Februar 2008

Keine Freude mit Rauchverbot: Nur ein
Fünftel der heimischen Gastronomen dafür

  • Mehrheit befürchtet Rückgang der Gästezahlen
  • Fast zwei Drittel gegen ein absolutes Rauchverbot

Nur etwa ein Fünftel des österreichischen Gastronomie-Personals tritt für ein absolutes Rauchverbot ein. 63 Prozent der Beschäftigten befürchten dadurch einen Rückgang der Gästezahlen. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "market" hervor.

"market" führte im Jänner telefonische Interviews mit 300 Angestellten der Gastronomie durch. Fast zwei Drittel (64 Prozent) sprachen sich dabei gegen ein absolutes Rauchverbot ein. Nur 21 Prozent gaben an, dafür zu sein. Für 15 Prozent hängt die Entscheidung von der jeweiligen Situation ab.

Nur ein Prozent geht davon aus, dass bei einem Rauchverbot mehr Gäste das Lokal besuchen würden. 63 Prozent glauben an eine geringere Besucherzahl, 34 Prozent an eine etwa gleich hohe. Besonders besorgt zeigen sich die Mitarbeiter von Beisln und Kaffeehäusern.

Sinkendes Einkommen?
61 Prozent der Befragten rechnen zudem damit, dass ihr Einkommen durch ein generelles Rauchverbot sinken würde. An positive Auswirkungen glaubt lediglich ein Prozent. 40 Prozent des Gastronomie-Personals sieht den eigenen Arbeitsplatz durch ein Rauchverbot in Gefahr.

Die intensiven Diskussionen rund um das Thema hätten laut "market" nicht zu einer Beruhigung der Stimmungslage unter den Angestellten geführt. Die Sorge um die Gästefrequenz und damit um die Einkommens- und Arbeitsplatzsicherheit sei vielmehr massiv spürbar und habe in den vergangenen Monaten sogar noch zugelegt.

(apa/red)

6.2.2008 13:58