Freitag, 1. Februar 2008

Autokäufer denken nicht an die Umwelt:
Preis, Sicherheit & Zuverlässigkeit wichtiger

  • Umwelt bei Entscheidungskriterien nur auf Rang acht
  • Keine Zugeständnisse an Umwelt beim Fahrverhalten

Eine Umfrage unter 1.000 Autobesitzern zu den Themen Autokauf und Autoversicherung brachte erstaunliche Ergebnisse. Wie aus der Studie hervorgeht, sind Preis, Sicherheit und Zuverlässigkeit für die Österreicher die drei wichtigsten Entscheidungskriterien beim Autokauf. Die heute stark diskutierte "Umweltfreundlichkeit" ist den Autokäufern bei weitem nicht so wichtig und rangiert daher unter den Top-10-Kriterien erst an achter Stelle.

Der Preis des fahrbaren Untersatzes ist für 78% der befragten Österreicher sehr wichtig, die Sicherheit folgt mit 73% auf Rang 2 und die Zuverlässigkeit mit 72% auf dem dritten Platz. Nur für 31% ist die Umweltfreundlichkeit ein sehr wichtiger Aspekt. Davor rangieren noch Kriterien wie Verbrauch/Erhaltungskosten, Neu- oder Gebrauchtwagen, Motorleistung und die Frage, ob eine Limousine oder ein Kombi angeschafft werden sollte.

Auch beim Fahrverhalten erscheinen den Autolenkern Klimawandel und Energiesparen nicht sehr wichtig zu sein. "Sehr stark" nehmen nur 15% Rücksicht auf den Klimawandel, auf energiesparendes Fahrverhalten achten immerhin 22% "sehr stark". Ein Zusammenhang besteht zwischen dem Lebensalter und der Wichtigkeit eines energiesparenden Fahrstils. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es nur 11%, bei den 30- bis 39-Jährigen ebenfalls unterdurchschnittliche 19%, denen Energiesparen ein sehr wichtiges Anliegen ist. Bei den 40- bis 49-Jährigen achten aber schon 23% sehr stark auf energiesparendes Fahrverhalten, bei den 50- bis 59-Jährigen sind es bereits 27%; ab 60 wollen die Autofahrer zu 36% sehr stark darauf achten, dass sich der Tank nicht zu schnell leert.

Nur nix ändern
Keine große Änderung ihres Fahrstils zugunsten der Treibstoffeinsparung haben die Autobesitzer für die Zukunft vor. Nur bei den jüngsten Autolenkern haben immerhin 17% den Vorsatz, sich künftig sehr stark auf energiesparendes Fahrverhalten einzulassen. Ein klarer Zusammenhang zeigt sich an dieser Stelle auch mit der Leistung an Kilometern, die pro Jahr gefahren werden. Je weniger man fährt, desto höher ist die grundsätzliche Bereitschaft zu einem umweltbewussten und energiesparendem Fahrverhalten. Energiesparendes Fahrverhalten bedeutet für 80% rechtzeitiges Hochschalten in den nächsten Gang, für 77% genügend Abstand zum Vordermann und immerhin für 70% das Fahren mit richtigem Reifendruck.

Volkswagen und Toyota mit bestem Umwelt-Image
Erhoben wurde im Rahmen der Generali-Autostudie auch das "Umwelt-Image" verschiedener Automarken. Dabei haben sich zwei Automarken in den Augen der ÖsterreicherInnen klar an die Spitze gesetzt: Als umweltfreundlichste Automarken nennen die Autobesitzer mit je 23% Volkswagen und Toyota. Dahinter folgen mit deutlichem Abstand zum Spitzenduo als ganz dichtes "Feld" die Automarken BMW mit 14% und Audi mit 13% vor Opel mit 12% und Mercedes mit 11%.

Generali-Vorstand Walter Kupec, u.a. für den Bereich Kfz-Versicherungen verantwortlich, ist davon überzeugt, dass "man grundsätzlich als einzelner Verkehrsteilnehmer die größte Ökologisierung durch eine niedrigere durchschnittliche Kilometerleistung erreicht". Diesem Umstand folgt die Generali durch ihre Tarif- und Produktgestaltung schon seit längerer Zeit. "Sollten unsere schon sehr weit gediehenen Kalkulationen eine Korrelation zwischen Prämienbedarf und Emissionswert bestätigen", betont Kupec, "werden wir diese Erkenntnisse in unseren Produkten abbilden. Wir wollen auf jeden Fall fundierte und seriöse Kalkulationen anstellen, um nicht Gefahr zu laufen, einen Großteil der österreichischen Autofahrer mit weniger emissionsarmen Fahrzeugen ungerechtfertigterweise zu benachteiligen."

Die wichtigsten Kriterien für Autokäufer:

("Sehr wichtig ist mir im Vorfeld eines Autokaufs...")

1. Preis/Anschaffungskosten 78%
2. Sicherheit 73%
3. Zuverlässigkeit 72%
4. Verbrauch/Erhaltungskosten 66%
5. Neu- oder Gebrauchtwagen 39%
6. Motorleistung 34%
7. Ausstattungstyp (Kombi...) 34%
8. Umweltfreundlichkeit 31%
9. Optische Aspekte, Farbe 27%
10. Marke, Image der Marke 26%

Quelle: Generali-Autostudie

(apa/red)

1.2.2008 15:44