Freitag, 1. Februar 2008

Österreicher tankten 2007 mehr als zuvor:
Treibstoffverbrauch stieg um 2,5 Prozent an

  • Österreicher verbrauchten rund 10,2 Milliarden Liter
  • Mineralöl-Gesamtverbrauch sank aber um 5,5 %

Die Österreicher haben im Vorjahr so viel getankt wie noch nie. Der gesamte Verbrauch an Treibstoffen ist 2007 auf 8,34 Millionen Tonnen (rund 10,2 Milliarden Liter) gestiegen. Gegenüber 2006 entspricht diese einer Zunahme um 2,5 Prozent. Der Gesamtverbrauch an Mineralölprodukten ging hingegen um 5,5 Prozent auf 12,1 Millionen Tonnen zurück.

Im Vorjahr wurde laut Schätzungen des Fachverbandes der Mineralölindustrie (FVMI) um 0,6 Prozent weniger Benzin verkauft als 2006. Insgesamt sind 2007 rund 1,98 Millionen Tonnen Benzin (rund 2,6 Milliarden Liter) fast ausschließlich über die 2.800 öffentlich zugänglichen Tankstellen vertrieben worden. Rund 73 Prozent davon war Eurosuper, gefolgt von Normalbenzin (24 Prozent) und Super Plus (drei Prozent).

Zugenommen hat dagegen im Vorjahr der Verbrauch von Dieselkraftstoff. Der Trend der vergangen Monate habe sich somit fortgesetzt, so der FVMI am Donnerstag in einer Aussendung. Über das Jahr gerechnet habe sich ein Plus von 3,3 Prozent ergeben. Insgesamt wurden hierzulande im Vorjahr 6,36 Millionen Tonnen (rund 7,6 Milliarden Liter) Dieselkraftstoff abgesetzt. Knapp 3,6 Millionen Tonnen (rund 4,3 Milliarden Liter) wurden über das öffentliche Tankstellennetz verkauft. Die verbliebenen 2,8 Millionen Tonnen (3,3 Milliarden Liter) gingen direkt an betriebliche Tanklager von Großkunden oder die öffentliche Hand.

Grund für den gestiegenen Absatz der Dieselkraftstoffe dürfte "in erster Linie das gestiegene Transportaufkommen sein", erklärt FVMI- Geschäftsführer Christoph Capek.

Für den Heizölabsatz hat sich 2007 als schwieriges Jahr erwiesen. Der milde Winter brachte der Mineralölwirtschaft im Frühjahr durch Lagerreserven der Konsumenten geringere Zukäufe.
(apa/red)

1.2.2008 13:13