Licht am Tag immer noch sehr oft zu sehen: 78 % der Autofahrer haben Scheinwerfer an
- ÖAMTC führte nun eine erste Zählung in Wien durch
- Kuratorium für Verkehrssicherheit wartet damit noch

·Was halten denn Sie von "Licht am Tag"?
Umfrage: Mehr Sicherheit oder reine Schikane?
·Winterreifenpflicht,
höhere Strafen & Co.
Was sich ab 2008 alles
"auf der Straße" ändert
Seit 1. Jänner gilt "Licht am Tag" nicht mehr. Dennoch scheinen die heimischen Autofahrer die nur knapp mehr als zwei Jahre geltende Regelung verinnerlicht zu haben. Eine Zählung des ÖAMTC im Großraum Wien förderte nämlich ein überraschendes Ergebnis zutage: Mehr als 78 Prozent der Lenker drehten auch bei Helligkeit die Schweinwerfer auf.
Das Resultat im Detail: Club-Mitarbeiter erhoben die "Lichteinschaltquote" bei insgesamt 808 Fahrzeugen, 632 davon (also 78,22 Prozent) waren mit Abblend- bzw. Tagfahrlicht oder Fahrlichtschaltung unterwegs. Nur 176 (21,78 Prozent) fuhren ohne Licht oder maximal mit Begrenzungsleuchten.
Zweifel beim KfV
Eher abwartend zeigte sich deshalb das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), was die Beliebtheit von "Licht am Tag" nach seiner Abschaffung betrifft. "Gefühlsmäßig hat sich nicht viel geändert, aber gültige Aussagen kann man jetzt noch nicht treffen, denn die Witterungsbedingungen würden das Ergebnis zu sehr beeinträchtigen", sagte KfV-Sprecherin Ursula Messner. Erst im März werde man selbst Quoten erheben, die dann einigermaßen signifikant seien. Derzeit könne es durchaus vorkommen, dass die Autofahrer untertags die Scheinwerfer aufdrehen müssen - nicht, weil sie "Licht am Tag" so gerne haben, sondern weil es schlichtweg zu düster ist.
Vorsicht ist angebracht
Deshalb rät derzeit auch der ÖAMTC zur Vorsicht: "Vor allem bei unklaren Lichtverhältnissen empfiehlt es sich, das Licht unbedingt einzuschalten", so Mario Rohracher. Das erklärte Ziel des Clubs ist es auch, dass auf EU-Ebene verpflichtend serienmäßiges Tagfahrlicht für alle neu zugelassenen Fahrzeuge vorgeschrieben wird. (APA/red)
