"Ich zieh den Hut vor ihr": Erstes Baby mit nur 16 - dennoch Geschichte mit Happy End
- Steffi bereut ihre Entscheidung keine einzige Minute
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WOMAN über ein tolles Mama-Management!
Der Kleine ist wirklich zum Anbeißen süß. Ganz gelassen lässt er auf dem sicheren Arm seiner Mama die "Ei-eis" und "Gutschi-Gutschis" über sich ergehen und hält zwischendurch Ausschau nach Dingen, die er in den Mund stecken könnte. Lukas ist sechs Monate, und dass er hier an diesem Tag alle entzücken kann, ist vor allem zwei Umständen zu verdanken: dem Mut seiner Mutter und dem Engagement einiger Menschen, die es als Aufgabe sehen, ganz jungen Mädchen mit Babys zu helfen. Lukas' Mama ist so ein Mädchen: Gerade mal 16, erst 15, als sie schwanger wurde. Steffi hat sich trotzdem für ihr Kind entschieden und bereut es "keine einzige Minute".
Den Tag, an dem sie den Schwangerschaftstest aus der Apotheke machte, wird sie nie vergessen. "Die Regel war ausgeblieben", erinnert sich Steffi, "ich und der Gregor, mein Freund, wollten nachschaun." Was sie fühlte, als der Test "schwanger" zeigte, weiß sie nicht mehr. "Ich hab's auf jeden Fall nicht geglaubt." Trotzdem startete sie ins Wohnzimmer. "Mutti, bitte komm sofort." Sekunden später starrte Christa Pusch, 51, im Badezimmer auf das "positive" Röhrchen. "Ich war sprachlos!"
Kind oder nicht Kind?
Steffi fing zu weinen an, und Gregor trat von einem Bein aufs andere. Da fasste sich die Mutter wieder: "Ich unterstütze dich, egal was du machen willst", sagte sie. Denn eines, so meint sie, die auch noch vier erwachsene Söh- ne hat, hat sie immer hochgehalten. Das Vertrauen. "Egal, ob man grad gut miteinander war oder böse. Wenn's ein Problem gab, war klar, dass ich da bin."
Entscheidung für das Baby
Für Steffi stand bald außer Frage, dass sie das Baby bekommen wollte. Erst recht, nachdem der Arzt ihr ein Ultraschall-Bild gegeben hatte. "Ich hätte einfach nicht abtreiben können", wiederholt der Teenager, der nur einmal die Pille vergessen hatte, seine Überzeugung. "Aber rausgesehen hab ich mich am Anfang überhaupt nicht!" "Ich sagte", so Christa Pusch, "überleg dir die Kon- sequenzen. Überleg dir, was mit deiner Ausbildung ist und dass du nicht wie die anderen unterwegs sein kannst. Ich unterstütze dich, aber du bist die Mutter, und du hast die Verantwortung."
Professionelle Beratung
Professionelle Beratung war gefragt, und da wurde der Teenager zum Glück zu "Babydoll" vermittelt, einem Projekt, das jungen Müttern in spe mit Experten-Rat und Tat zur Seite steht (s. Kasten r.). Regelmäßig ging sie hin - bis heute. "Morgen zum Beispiel treff ich mich mit anderen Mädchen und ihren Babys", freut sie sich. Und wenn ihr Kleiner Bauchweh hat und sie unsicher ist, packt sie sich auch gleich Richtung Wien-Dornbach zusammen.
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