Mittwoch, 30. Jänner 2008

Der Politkick um die EURO-Tickets: Parteien wollen Fußball-EM für Imagepolitur nutzen

  • NEWS: Kampf um die besten Tickets ist voll entbrannt
  • PLUS: Kanzler Gusenbauer mit bester Ausgangslage

Eigentlich verbindet Fußball. Heißt es zumindest im heimischen Werbeslogan zur EURO 2008. So eine Fußball-Europameisterschaft könnte also auch die Koalitionspolitiker einander näher rücken lassen. Aber danach schaut es – zumindest derzeit – noch nicht aus. Die Devise heißt wieder einmal: jeder für sich. Und doch wollen Rot wie Schwarz die EM im Juni für eine Imagepolitur nutzen.

Die beste Ausgangslage dafür hat hier ausnahmsweise Alfred Gusenbauer himself. Der SP-Chef ist schließlich nicht nur Bundeskanzler, sondern auch Sportminister. Und natürlich ist es auch er, der die meisten prominenten Gäste einladen und begrüßen wird. Heute startet er die erste EURO-Offensive. Am Opernball wird der Kaiser höchstpersönlich, Franz Beckenbauer, in Gusenbauers Loge Platz nehmen. Beckenbauer kommt auch zum Freundschaftsspiel Österreich – Deutschland am 6. Februar in Wien.

Kampf um die Karten
Gusenbauer hat noch einen Vorteil: Sein Kanzleramt ist der Verwalter der heiß begehrten kostenlosen Protokollkarten, die zwischen Rot und Schwarz aufgeteilt werden müssen.. Allerdings ist die Stückzahl nicht gerade großzügig angesetzt. Pro Spiel gibt es nur 20 Karten zu verteilen. Zur Eröffnung und zum Finale sind wenigstens 50 Karten im Topf. Allerdings gibt es weitere 100 Kaufkarten pro Spiel. Denn immerhin sollen die Minister auch Gäste einladen können.

Doch wie will die Regierung die EM nun wirklich für sich nützen? Gusenbauer will jedenfalls auf den Spuren von Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel wandeln und möglichst viele Matches im Stadion besuchen und sich dort betont volksnah geben. Sicher besuchen wird er die Eröffnung, alle Österreich-Spiele und das Finale. Und er wird sein Vorbild Merkel einladen. Auch der schwarze Vizekanzler Wilhelm Molterer wird zu Eröffnung, Österreich-Spielen und Finale gehen. Denn immerhin will man Gusenbauer ja nicht allein den Platz an der Sonne gönnen.

Den ganzen Artikel lesen Sie im NEWS 08/05!

30.1.2008 18:06