Ungarns Eisenbahner legen Arbeit nieder: Auch ÖBB-Fernverkehr vom Streik betroffen
- Österreichs Ungarnreisende müssen umdisponieren
- Gewerkschaft fordert zehnprozentige Lohnerhöhung

In Ungarn hat die Gewerkschaft der Bahnarbeiter für heute erneut zu einem Streik aufgerufen, nachdem Lohnverhandlungen mit der Eisenbahngesellschaft MAV nicht vorangekommen sind. Ab 03.00 Uhr früh sollen die meisten Züge nicht mehr verkehren. Zugleich soll es aber neue Verhandlungrunden geben. Zuletzt hatten Ungarns Eisenbahner am 1. Februar neun Stunden lang gestreikt.
Die Freie Gewerkschaft der ungarischen Eisenbahner VDSZSZ verlangt für Teile der Belegschaft eine zehnprozentige Lohnerhöhung sowie Prämien aus dem Gewinn nach der Privatisierung der MAV-Cargo, einer Sparte der ungarischen Staatseisenbahn MAV. MAV Cargo war vor kurzem von den ÖBB erworben waren.
Streikmaßnahmen
Schon am 31. Jänner hatten Ungarns Eisenbahner einen Streik begonnen, die Protestmaßnahme aber am 1. Februar wieder beendet. Der Ausstand hatte vor dem Wochenende auch zu Verzögerungen in Österreich geführt.
20 ÖBB-Züge betroffen
Ungarnreisende müssen ihre Reisepläne abändern. Wegen des neuerlichen Streiks der ungarischen Eisehnbahner fallen heute nach Auskunft der Österreichischen Bundesbahnen alle Fernzüge aus. Betroffen sind 20 Züge von bzw. nach Ungarn.
(apa/red)

